Fr., 10. März 2023 19:30 UhrKonservatorium Bern

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ABO #4 - Pulcinella

Mitwirkende

Patrick Demenga, Violoncello

Patrick Demenga

Patrick Demenga zählt heute zu den international renommiertesten Cellisten.

Patrick Demenga studierte am Konservatorium Bern, bei Boris Pergamenschikow in Köln und bei Harvey Shapiro in New York. Mehrere Preise dokumentieren den Beginn seiner Karriere. Als Solist und Kammermusiker tritt er regelmässig an den grossen Festivals und in bekannten Musikzentren auf wie z. B. im Megaron Athen, Concertgebouw Amsterdam oder Lucerne Festival. Er arbeitet mit namhaften Musikpersönlichkeiten wie Heinz Holliger, Leonidas Kavakos, Mario Venzago, Dennis Russel Davies und Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, Radio Symphonieorchester Wien, Camerata Bern, Münchener Kammerorchester oder dem Orchestre de la Suisse Romande zusammen. 

Zahlreiche Radio- und Fernsehaufnahmen sowie Schallplatten- und CD-Einspielungen haben ihn einem internationalen Publikum bekannt gemacht. Zu seinen neuesten Aufnahmen zählen die beiden Haydn Cellokonzerte, die er zusammen mit der Camerata Bern unter der Leitung von Erich Höbarth bei Novalis eingespielt hat, und die beiden Mendelssohn Klaviertrios in einer Aufnahme mit Leonidas Kavakos.

Patrick Demenga leitet eine Konzertausbildungsklasse an der Haute École de Musique de Lausanne und unterrichtet an verschiedenen internationalen Meisterkursen. Er war während 20 Jahren künstlerischer Leiter der Vier Jahreszeiten-Konzerte in Blumenstein und ist seit 2005 künstlerischer Leiter der Musikfestwoche Meiringen. Von 2002 bis 2006 war er ebenfalls künstlerischer Leiter des Cellofestivals VIVA CELLO. Patrick Demenga spielt u. a. den «Goldenen Bogen», mit dem er 2001 von der Stiftung Geigenbauschule Brienz ausgezeichnet wurde. Als Musiker bewegt er sich gerne im Spannungsfeld grosser Komponisten, grosser Werke und zeitgenössischer Musik. Gerade in dieser Verbindung sieht er den Reiz der musikalischen Auseinandersetzung und findet zu seiner aussergewöhnlichen Ausdruckskraft.

www.patrickdemenga.ch

Thomas Demenga, Violoncello

Thomas Demenga

Der international renommierte Berner Solist, Komponist und Pädagoge gehört zu den herausragenden Cellisten und Musikpersönlichkeiten unserer Zeit.

Er konzertiert als Kammermusiker und Solist an vielen wichtigen Festivals und Musikzentren der Welt und tritt in zahlreichen Konzerten mit Musikerkolleg:innen wie Heinz Holliger, Gidon Kremer, Thomas Larcher, Hansheinz Schneeberger oder Tabea Zimmermann auf. Thomas Demenga wird von namhaften Orchestern wie den Berliner Symphonikern, Boston Symphony Orchestra, L’Orchestre de la Suisse Romande, ORF-Symphonieorchester Wien, Tonhalle-Orchester Zürich und Zürcher Kammerorchester als Solist engagiert. Die intensive Auseinandersetzung und der Austausch von Interpretation und Kreation in verschiedenen Stilepochen zeichnen sein Schaffen aus. Sein Interesse gilt ebenso der Improvisation und Neuer Musik. Er zeigt seine einzigartige musikalische Sprache als Komponist und Interpret in zahlreichen Aufführungen von Werken des 20. und 21. Jahrhunderts.

Seit 1980 unterrichtet Thomas Demenga an der Hochschule für Musik in Basel. Im August 2000 war er Composer in Residence am Davos Festival «young artists in concert» und blieb bis 2006 Intendant. Im Sommer 2003 wirkte er am Lucerne Festival als «artiste étoile». Gemeinsam mit seinem Bruder Patrick kam es zu Aufführungen seines Doppelkonzertes für zwei Celli in Lausanne, Bern, Zürich, Kronberg und Los Angeles. 2007/08 war er Composer in Residence beim Orchestre de Chambre de Lausanne. Er komponierte das Pflichtstück für den Grand Prix Emanuel Feuermann 2010 in Berlin. 2011 übernahm er die künstlerische Leitung der Camerata Zürich. 2012/13 führte er alle Bach Solosuiten kombiniert mit modernen Solowerken in der Wigmore Hall London auf. Eine umfang-reiche Reihe vielbeachteter CD-Einspielungen dokumentiert sein künstlerisches Niveau auf eindrucksvolle Weise.

www.thomasdemenga.ch

Philippe Bach, Dirigent

Philippe Bach, Dirigent

Der in Saanen im Berner Oberland geborene Philippe Bach hat auch als weltweit anerkannter Dirigent seine Schweizer Heimat nicht vergessen.

Philippe Bach studierte zunächst an der Musikhochschule Bern und am Conservatoire de Genève Horn, ehe er ein Dirigierstudium an der Musikhochschule Zürich bei Prof. Johannes Schlaefli begann und am Royal Northern College of Music in Manchester bei Sir Mark Elder fortsetzte. Er gewann zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem erste Preise beim Schweizerischen Dirigierwettbewerb (1996) und beim International Jesús López Cobos Opera Conducting Competition (2006). 2006 bis 2008 war er Assistant Conductor am Teatro Real in Madrid und Assistent von Jesús López Cobos. Im Juni 2007 gab er im Teatro Real sein Debüt mit «Madama Butterfly». Im Dezember 2008 folgte sein Debüt an der Hamburgischen Staatsoper. Von 2008 bis 2010 war Philippe Bach Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Theater Lübeck. Von 2011 bis 2022 war er Generalmusikdirektor der traditionsreichen Meininger Hofkapelle und am Staatstheater Meiningen. Seit 2012 ist er Chefdirigent des Berner Kammerorchesters und seit 2016 Chefdirigent der Kammerphilharmonie Graubünden.

Als Gast leitete Philippe Bach unter anderem Konzerte mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem London Philharmonic Orchestra, dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Royal Scottish National Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Basler Sinfonieorchester, dem Kammerorchester Basel, dem Hallé Orchestra, dem RTE National Symphony Orchestra, dem Orquesta Sinfónica de Madrid, dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Thessaloniki Symphony Orchestra, dem Brandenburgischen Staatsorchester, dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Kuopio Symphony Orchestra, der Basel Sinfonietta und dem Berner Sinfonieorchester. CD-Aufnahmen für die Labels BIS, Claves, Naxos und Telos ergänzen seine umfangreiche künstlerische Tätigkeit.

www.philippebach.ch

Berner Kammerorchester

Berner Kammerorchester

Das Berner Kammerorchester pflegt seit seiner Gründung 1938 das klassische Repertoire und setzt parallel dazu einen Schwerpunkt in der Aufführung und Vermittlung neuer Schweizer Musik.

Bemerkenswert sind die spannenden Kombinationen mit anderen Berei-chen wie Tanz, Lichtdesign, Volksmusik und Jazz. Seit der Saison 2012/13 ist Philippe Bach Chefdirigent des BKO. Es wurden zahlreiche neue Werke namhafter Komponist:innen uraufgeführt wie zum Beispiel von Sandor Veress, Albert Moeschinger, Willy Burkhard, Arthur Furer und Alfred Zimmerlin. Neben Konzerten mit renommierten Solist:innen wie Patricia Kopatchinskaja, Thomas und Patrick Demenga, Mirijam Contzen oder Julia Schröder ist dem BKO die Zusammenarbeit mit jungen Talenten ein wichtiges Anlie-gen. Mit der Hochschule der Künste Bern als Partnerin werden gezielt junge Künst-ler:innen gefördert. Das Berner Kammerorchester ist regelmässiger Gast bei Festivals und mit Gastspielen in der ganzen Schweiz präsent. Es wird von der Stadt Bern, der Burgergemeinde Bern, dem Kanton Bern und von der Regionalkonferenz Bern Mittelland unterstützt und erhält Förderbeiträge von verschiedenen Stiftungen und Partnern.

www.bko.ch

Programm

Igor Strawinsky
(1882 - 1971)

Oktett
für Blasinstrumente (1922/23, rev. 1952)


Pulcinella-Suite
(1919/20, rev. 1949)

Dmitri Schostakowitsch
(1906 - 1975)

Konzert Nr. 1
für Violoncello und Orchester in Es-Dur, op. 107 (1959)


Konzert Nr. 2
für Violoncello und Orchester in G-Dur, op. 126 (1966)

Im vierten Saisonkonzert taucht das Berner Kammerorchester in die Welt des musikalischen Neoklassizismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Dimitri Schostakowitschs virtuoses und sarkastisches 1. Cellokonzert stellt sich in demselben Konzert neben das tiefschürfende und abgeklärte 2. Cellokonzert. Mit den beiden Brüdern Patrick und Thomas Demenga treten gleich beide gebürtigen Berner Cellisten als Solisten auf. Neben diesen musikalischen Leckerbissen stellen sich die beiden verspielt kammermusikalischen Meisterwerke Igor Strawinkys unter der Leitung von Philippe Bach und runden das Programm ab.

Konzerte