Sa., 2. Juni 2018 19.30 UhrFranzösische Kirche Bern

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Mozart? - Mozart!

Mirijam Contzen, Violine

Mirijam Contzen, Violine

„Die Geigerin Mirijam Contzen verleiht mit ihrem strahlenden, intonationssicheren, hell leuchtenden Ton den Figurationen nicht nur den nötigen Virtuosenglanz, sondern bringt auch die Diskantlage des langsamen Satzes zu intensivem Glühen.“
Süddeutsche Zeitung, 28.11.16 über die Aufführung des 1. Violinkonzerts von Franz Clement

Die deutsch-japanische Geigerin Mirijam Contzen wird von der internationalen Musikwelt als Solistin, Kammermusikerin, Festivalleiterin und Professorin im Fach Violine hoch geschätzt. In Ihrem Spiel vereinen sich Grandezza und höchste technische Meisterschaft zu faszinierenden und ausgefeilten Werkbetrachtungen.
Ihre langjährige intensive Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel spiegelt ihr ausgeprägtes Interesse an tiefschürfenden interpretatorischen Auseinandersetzungen wider. Gemeinsam erkunden sie unermüdlich und mit nie versiegendem Interesse in der Neuzeit vergessenes Repertoire, so etwa die Violinkonzerte von Franz Clement, Thomas Linley und Franz Lamotte. Die Aufnahme der Violinkonzerte von Mozart mit Reinhard Goebel und der Bayerischen Kammerphilharmonie stieß bei der Fachpresse auf große Anerkennung.
In den kommenden Saisons gastiert Mirijam Contzen u.a. beim WDR- Sinfonieorchester, bei der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, beim City of Birmingham Symphony Orchestra, beim Budapest Festival Orchestra, bei den Münchner Symphonikern und beim Berner Kammerorchester.
Sie hat bereits mit führenden Orchestern zusammengearbeitet, darunter u.a. das Gewandhausorchester Leipzig, das Konzerthausorchester Berlin, das RSO Frankfurt, die Bamberger Symphonikern, das Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, das Helsinki Philharmonic Orchstra, das BBC Philharmonic Orchestra, das Orchestre de la Suisse Romande, das Liverpool Philharmonic Orchestra und das Sydney Symphony. Dabei spielte sie unter der Leitung von Iván Fischer, Gianandrea Noseda, Reinhard Goebel, Vladimir Fedosejev, Leif Segerstam, Lothar Zagrosek, Raphael Frühbeck de Burgos, Christopher Hogwood, Eliahu Inbal, Tomas Netopil, Michael Sanderling, Mario Venzago und Gabriel Feltz.
Seit 2005 leitet sie das auf ihre Initiative gegründete internationale Musikfestival in Schloss Cappenberg. Ferner ist sie selber regelmäßig zu Gast bei renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Rheingau Musik Festival, dem MDR Musiksommer, dem Verbier Festival, dem Lucerne Festival und den Haydn Festspielen Eisenstadt. Claudio Abbado lud sie zu den „Berliner Begegnungen“ ein. Zu ihren Kammermusikpartnern gehören Herbert Schuch, Sebastian Manz, Danjulo Ishizaka, Misha Maisky, Joshua Bell, Janine Jansen, Emmanuel Ax, Giovanni Guzzo, Pierre-Laurent Aimard und Clemens Hagen.
Ihre CD- Aufnahmen erhielten viele Auszeichnungen, darunter ein Recital mit dem Titel „Favourite Violin Pieces“, das den ECHO-Klassikpreis erhielt. Bei OehmsClassics veröffentlichte sie ausserdem mit dem Pianisten Herbert Schuch eine CD mit Werken von Brahms, Schubert und Zemlinsky. 2010 erschienen beim gleichen Label die Violinkonzerte von Thomas Linley und Franz Lamotte mit der Bayerischen Kammerphilharmonie unter Leitung von Reinhard Goebel. 2013 folgte eine CD mit dem Pianisten Tobias Bredohl mit Sonaten für Violine und Klavier von Paul Hindemith und Stefan Heucke.
2016 wurde Mirijam Contzen als Professorin für Violine an die Universität der Künste Berlin berufen. Sie spielt auf einer Violine von Carlo Bergonzi.
www.mirijamcontzen.com

Reinhard Goebel, Dirigent

Reinhard Goebel, Dirigent

"Ich sehe die Zukunft der Orchestermusik des Barock in den Händen moderner Ensembles - der Fetisch „Originalinstrument“ hat ausgedient, nicht aber der profund gebildete Fachmann, der ein Orchester in die Tiefendimensionen der Kompositionen führt. Denn nicht das Instrument macht die Musik, sondern der Kopf !" Reinhard Goebel

Als „Ikone der Alten Musik“ verehrt ihn die Süddeutsche Zeitung und als „Erleuchtung in einem Meer von Mittelmäßigkeit“ pries ihn die New York Times. Reinhard Goebel ist auf das Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert und ist als Vermittler der historischen Aufführungspraxis an moderne Symphonie- und Kammerorchester sowie Alte Musik Ensembles und als unversiegbare Quelle für Repertoireschätze ein weltweit gefragter Spezialist.
Seine Neuaufnahme der Brandenburgischen Konzerte für Sony Classical (2017) mit den Berliner Barock Solisten wurde von der Presse gefeiert. Eleonore Büning dazu im SWR2: „Sie ist eben so romantisch, wie die legendäre Erstaufnahme, ebenso lustvoll, stürmisch, funkelnd, rauschend. Ist noch radikaler in der Tempogebung, aber total undogmatisch, was all die alten Gretchenfragen von Besetzung und Stimmung angeht. Und geht dabei ein hübsches Stück weiter in der Phrasierung, im Schönklang, in der Transparenz des Zusammenspiels und der Ausdeutung der Klangreden.“
Reinhard Goebel war Gründer und 33 Jahre lang Leiter der legendären Musica Antiqua Köln. Mit seiner Fähigkeit, als Dirigent auf einzigartige Art und Weise die Leidenschaft für Musik mit einer akribischen Quellenkenntnis zu amalgamieren, inspiriert, fesselt und polarisiert er die zeitgenössische Orchesterlandschaft. Auf die Interviewfrage, ob zu viel Wissen der Musik schaden könne, antwortete er: „Das kann nicht sein, das Wissen ist doch die Quelle der Inspiration! Das ist atemberaubend. [...] Das Wissen kann berauschen. Und das Mehr-Wissen berauscht noch mehr.“ (VAN Magazin, 2.3.2016).
In der kommenden Saison blickt er musikalischen Begegnungen mit u.a., dem Konzerthausorchester Berlin, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, dem WDR Sinfonieorchester, dem HR Sinfonieorchester, dem Budapest Festival Orchestra und der Tschechischen Philharmonie Prag entgegen.
Reinhard Goebel hat u.a. mit Klangkörpern wie den Berliner Philharmoniker, der Sächsische Staatskappelle Dresden, den deutschen Rundfunk-Sinfonieorchestern von Frankfurt (HR), Köln (WDR), Hannover (NDR), München (BR), Leipzig (MDR) und Saarbrücken (SR), der Academy of Ancient Music sowie den Taipei, Melbourne und Sydney Symphony Orchestras zusammen gearbeitet.
Er ist in der Nachfolge von Nikolaus Harnoncourt Professor für historische Aufführungspraxis am Mozarteum in Salzburg.
CD-Aufnahmen mit Reinhard Goebel liegen bei allen großen Labels vor: bei der Deutschen Harmonia Mundi, bei der Deutschen Grammophon, bei Sony BMG und bei Oehms Classics. Im Februar 2008 wurde Reinhard Goebel mit der südkoreanischen Geigerin Yura Lee und der bayerischen kammerphilharmonie für seine CD „Mozart in Paris“, die anlässlich des Augsburger Mozart-Fests 2007 erschien, mit dem bedeutenden „Diapason d’Or“ ausgezeichnet, ein Preis, den er zuvor bereits für zahlreiche Aufnahmen seiner Musica Antiqua Köln entgegengenommen hatte. Im Frühjahr 2010 erhielt er für seine von der Deutschen Grammophon neu editierte Aufnahme „Le Parnasse Francais“ mit Musica Antiqua Köln erneut den Diapason d’Or, der ihm bereits für die ursprüngliche Aufnahme aus dem Jahre 1978 verliehen worden war.
Lübeck würdigte Reinhard Goebel 1984 mit dem Buxtehude-Preis, Magdeburg 2002 mit dem Telemann-Preis. 1980 erhielt er schon den Siemens-Förderpreis und aus den Händen des späteren Bundespräsidenten Johannes Rau, 1997 den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Im April 2007 nahm Reinhard Goebel den IAMA Award in London entgegen. Er ist der Preisträger des Bach-Medaille der Stadt Leipzig, die ihm 2017 unter anderem dafür verliehen wurde, dass er pionierhaft und mit „unbändigem Eifer das Repertoire abseits der etablierten Namen erkundet“.
2015 wurde er vom BBC Music Magazine in die Liste der 20 besten Geiger aller Zeiten gewählt. www.reinhardgoebel.net

Berner Kammerorchester

Berner Kammerorchester

Das Berner Kammerorchester pflegt seit seiner Gründung 1938 das klassische Repertoire und setzt parallel dazu einen Schwerpunkt in der Aufführung und Vermittlung neuer Schweizer Musik. Bemerkenswert sind die spannenden Kombinationen mit anderen Bereichen wie Tanz, Volksmusik und Jazz. Seit der Saison 2012/13 ist Philippe Bach Chefdirigent des BKO.

Es kamen zahlreiche Uraufführungen namhafter Komponisten zustande wie zum Beispiel von Sandor Veress, Albert Moeschinger, Willy Burkhardt, Arthur Furer und Alfred Zimmerlin. Neben Konzerten mit renommierten Solist_innen wie Patricia Kopatschinskaja, Thomas und Patrick Demenga, Mirijam Contzen oder Julia Schröder ist die Zusammenarbeit mit jungen Talenten dem BKO ein wichtiges Anliegen. Mit der Hochschule der Künste Bern als Partner werden gezielt junge Künstler_innen gefördert. Das Berner Kammerorchester ist ein gern gesehener Gast bei verschiedenen Festivals und ist mit Gastspielen in der ganzen Schweiz präsent.

Das Berner Kammerorchester wird von der Stadt Bern, von der Burgergemeinde Bern, vom Kanton Bern und seit 2016 von der Regionalkonferenz Bern Mittelland unterstützt und erhält Förderbeiträge von verschiedenen Stiftungen und Partnern.
www.bko.ch

Programm

Wolfgang A. Mozart
(1756 - 1791)

- Ouvertüre in B-Dur, KV 311a für Orchester
- Konzert in Es-Dur, KV 365/268 für Violine & Orchester
- Präludium & Fuge in D-Dur, KV deest für Streicher
- Fantasie in c-Moll (nach KV 475) für grosses Orchester

 

 

Mythos Mozart
Die Frage nach der Authentizität musikalischer Werke beschäftigt die Musikpraxis und Forschung immer wieder. Gerade bei einem Jahrhundertkomponisten wie Mozart, dem so manches untergeschoben wurde und zu dessen Lebzeiten der Umgang mit eigenem und fremden Material wesentlich freier gehandhabt wurde, sind jene Fragen oft nicht so leicht zu beantworten. Reinhard Goebel lädt in seinem Mozart-Abend dazu ein, Musik von und rund um Mozart frei von Vorurteilen zu erkunden.

Konzerte