Fr., 8. Mai 2020 19:30 UhrCasino Bern

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Wunderkinder

Besetzung

Gilles Apap, Violine

Gilles Apap, Violine
Gilles Apap, von Yehudi Menuhin «der exemplarische Geiger des 21. Jahrhunderts» genannt, wird weltweit nicht nur wegen seiner virtuosen Interpretationen von Standardwerken der klassischen Geigenliteratur geschätzt, sondern auch aufgrund seines sinnlichen, völlig gelösten, dabei hoch intensiven Musizierens, das jeden unmittelbar anspricht und mitnimmt in die Freude an der Musik – sei sie von Bach, Mozart und Ravel oder Traditionelles aus Europa, Amerika und Indien.
1963 in Algerien geboren und in Nizza aufgewachsen, war Apap Schüler von André Robert, Gustave Gaglio (Conservatoire de Nice) und Vera Reynolds (Conservatoire National Supérieur de Lyon). Er beendete seine Ausbildung im Alter von 19 Jahren mit besonderer Auszeichnung und war Stipendiat verschiedener grosser Kunststiftungen. Anschliessend ging er nach Amerika zum Curtis Institute of Music, war bis 2003 Konzertmeister des Santa Barbara Symphony Orchestra und lebt seitdem in Kalifornien.
Als er 1985 den Internationalen Yehudi Menuhin-Wettbewerb in der Kategorie «Zeitgenössische Musik» gewann, wurde Menuhin auf ihn aufmerksam. Daraus entstand ein freundschaftlicher Kontakt, der bis zum Tode Menuhins andauerte.
Gemeinsam arbeiteten sie noch kurz vor Menuhins Tod an einem Film über Mozarts 3. Violinkonzert, in dessen 3. Satz Apap jene inzwischen legendäre Kadenz spielt, die Menuhin faszinierte und zu dem gemeinsamen Filmprojekt inspirierte.
Heute arbeitet Apap als Solist und zunehmend auch als musikalischer Leiter und Dirigent mit Orchestern in ganz Europa, Nord- und Südamerika sowie dem nahen und fernen Osten und unternimmt Konzert-Tourneen in Kanada, Nord- und Südamerika, Japan, Israel, Skandinavien, Frankreich, Portugal, Spanien, Italien und Deutschland.

www.gillesapap.com

Philippe Bach, Dirigent

Philippe Bach, Dirigent

Philippe Bach wurde 1974 in Saanen, Schweiz, geboren. Er studierte Horn an der Musikhochschule Bern und am Conservatoire de Genève und anschliessend Dirigieren an der Musikhochschule Zürich bei Johannes Schlaefli und am Royal Northern College of Music in Manchester bei Sir Mark Elder. Er besuchte Meisterkurse bei Sir Colin Davis, David Zinman, Vladimir Jurowski, Prof. Ralf Weikert und Prof. Peter Eötvös.
Philippe Bach gewann zahlreiche Auszeichnungen, u.a. erste Preise am Schweizerischen Dirigentenwettbewerb (1996) und an der «International Jesús López Cobos Opera Conducting Competition» (2006). 2006 bis 2008 war er Assistant Conductor am Teatro Real in Madrid und Assistent von Jesús López Cobos.
Im Juni 2007 gab er im Teatro Real sein Debut mit Madama Butterfly. Im Dezember 2008 folgte sein Debut an der Hamburgischen Staatsoper mit Hänsel und Gretel. Von 2008 bis 2010 war Philippe Bach Erster Kapellmeister und Stellvertretender GMD am Theater Lübeck.

Seit 2011 ist er Generalmusikdirektor der traditionsreichen Meininger Hofkapelle und des Südthüringischen Staatstheaters Meiningen und seit 2012 Chefdirigent des Berner Kammerorchesters.

Als Gast leitete Philippe Bach u.a. Konzerte mit dem Tonhalle Orchester Zürich, dem London Philharmonic Orchestra, dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Royal Scottish National Orchestra, dem Orchestre de chambre de Lausanne, dem Basler Sinfonieorchester, dem kammerorchesterbasel, dem Hallé Orchestra, dem RTE National Symphony Orchestra, dem Orquesta Sinfónica de Madrid, dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Brandenburgischen Staatsorchester, dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Kuopio Symphony Orchestra und der Basel Sinfonietta.

www.philippebach.ch

Berner Kammerorchester

Berner Kammerorchester

Das Berner Kammerorchester pflegt seit seiner Gründung 1938 das klassische Repertoire und setzt parallel dazu einen Schwerpunkt in der Aufführung und Vermittlung neuer Schweizer Musik. Bemerkenswert sind die spannenden Kombinationen mit anderen Bereichen wie Tanz, Volksmusik und Jazz. Seit der Saison 2012/13 ist Philippe Bach Chefdirigent des BKO.

Es kamen zahlreiche Uraufführungen namhafter Komponisten zustande wie zum Beispiel von Sandor Veress, Albert Moeschinger, Willy Burkhardt, Arthur Furer und Alfred Zimmerlin. Neben Konzerten mit renommierten SolistInnen wie Patricia Kopatchinskaja, Thomas und Patrick Demenga, Mirijam Contzen oder Julia Schröder ist die Zusammenarbeit mit jungen Talenten dem BKO ein wichtiges Anliegen. Mit der Hochschule der Künste Bern als Partner werden gezielt junge KünstlerInnen gefördert. Das Berner Kammerorchester ist ein gern gesehener Gast bei verschiedenen Festivals und ist mit Gastspielen in der ganzen Schweiz präsent.

Das Berner Kammerorchester wird von der Stadt Bern, von der Burgergemeinde Bern, vom Kanton Bern und von der Regionalkonferenz Bern Mittelland unterstützt und erhält Förderbeiträge von verschiedenen Stiftungen und Partnern.

Programm

Felix Mendelssohn
(1809-1847)

Ouvertüre – Märchen von der schönen Melusine, op. 32

Wolfgang A. Mozart
(1756-1791)

Violinkonzert Nr. 5 in A-Dur, KV 219

Felix Mendelssohn

Sinfonie Nr. 1 in c-Moll, op. 11

Bereits im frühesten Kindesalter schuf Wolfgang Amadeus Mozart seine ersten Kompositionen. Dabei war er bei weitem nicht das einzige musikalische Wunderkind der europäischen Musikgeschichte. Felix Mendelssohn vollendete als Teenager seine ersten Sinfonien und Schauspielmusiken. Das Berner Kammerorchester unter der Leitung von Philippe Bach stellt diese frühen Meisterwerke Mendelssohns dem fünften Violinkonzert Mozarts gegenüber, interpretiert vom weltberühmten französischen Crossover-Violinisten Gilles Apap.

Konzerte