Fr., 11. Dezember 2020 19:30 UhrCasino Bern

Mozart - Vater und Sohn, Casino Bern

KünstlerInnen

Patrick Secchiari, Dirigent

Patrick Secchiari, Dirigent

Patrick Secchiari ist passionierter Chordirigent und führt in der ganzen Schweiz vielbeachtete und unkonventionelle Konzerte auf. Flashmobs, Mitsingevents, szenische Baustellenkonzerte und offene Singen gehören ebenso zu seinem Wirkungsfeld wie Engagements an Theatern und Festivals.

Gegenwärtig leitet er die Kammerchöre in Seftigen und Herzogenbuchsee sowie sein selbst gegründetes Vokalensemble ardent. Er unterrichtet Chordirigieren an der Hochschule der Künste Bern und ist verantwortlich für die Expertenausbildung der Schweizer Chorvereinigung SCV. Er präsidiert die Schweizer Föderation Europa Cantat SFEC sowie den Schweizer Jugendchor.

Patrick Secchiari studierte an den Musikhochschulen Fribourg und Bern und besuchte aktiv internationale Meisterkurse bei Simon Halsey (Rundfunkchor Berlin), Frieder Bernius und Ralf Weikert.

www.secchiari.ch

Ensemble ardent

Ensemble ardent

Das Vokalensemble ardent und Patrick Secchiari begeistern seit 2009 mit innovativen und spartenübergreifenden Konzertprogrammen im ganzen Kanton Bern. Das Ziel sind musikalische Sternstunden auf hohem Niveau für ein neugieriges Publikum.

Dank seiner vielfältigen künstlerischen Bandbreite und seiner hohen Qualität ist das Ensemble ein gern gesehener Gast bei Festivals (Bachwochen Thun, Musikfestival Bern), Orchestern (CAMERATA BERN, Sinfonie Orchester Biel Solothurn, Berner Kammerorchester) und Theatern (Konzert Theater Bern). Sowohl für Konzerte als auch für verschiedene szenische Produktionen haben Komponisten neue Werke für das Ensemble geschrieben. Die Eigenproduktionen überzeugen durch eine abwechslungsreiche Programmgestaltung, die bekannte Kompositionen mit Raritäten der Chorliteratur kombiniert.

Zu den Höhepunkten gehören Auftritte am Schlusskonzert der Bachwochen Thun, am Musikfestival Bern, im Schaufenster des Warenhauses LOEB, am Stadttheater Bern sowie im Nationalratssaal des Bundeshauses.

www.ardent.ch

Marysol Schalit, Sopran

Marysol Schalit, Sopran

Die Berner Sopranistin Marysol Schalit absolvierte ihr Gesangsstudium an der HKB in Biel/ Bern bei M. Kohler und schloss ihr Konzert- und ihr Solisten- und Operndiplom mit Auszeichnungen ab. Sie besuchte Meisterkurse bei K. Làki, C. Kallisch, J. Rappé, Y. Naef, M. Honig G. Wyss, N. Nadelmann und H. Brunner.

Sie wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht: Friedl Wald Stiftung, Kiefer Halblitzel Stiftung, Migros-Kulturprozent Studienpreis, und war Preisträgerin am József Simándy und Anneliese Rothenberger Wettbewerb sowie am internat. Gesangswettbewerb Oper Schloss Hallwyl.

Seit 2010/11 ist sie Ensemblemitglied am Theater Bremen und feierte seitdem grosse Erfolge u.a. als Pamina (Zauberflöte), Susanna (Nozze di Figaro), Gilda (Rigoletto), Adina (Elisir d’amore), Anne Truelove (Rake’s Progress) und in den Titelpartien Simplicius Simplicissimus und Lulu von Alban Berg. Weiter wurde sie mit dem Bremer Publikumspreis «Silberner Roland» für ihre herausragenden künstlerischen Leistungen ausgezeichnet. Gastengagements führten sie 2017 als Musica/Speranza/Ninfa (Orfeo) ans Teatro Arriaga in Bilbao, als Gretel an die Opéra national de Lorraine in Nancy und als Pamina und Angelica (Orlando) ans Theater Osnabrück.

In der Schweiz gastierte sie 2019 als Adele und wurde jüngst für ihre Interpretation von Händels Alcina vom Bremer Publikum & der Presse gefeiert. Sie sang u.a. unter der Leitung von Ivan Fischer, Bertrand de Billy, Lorenzo Viotti, Thomas Rösner, Laurent Gendre, Markus Poschner und Domingo Hindoyan.

www.marysolschalit.com

Christina Daletska, Mezzosopran

Christina Daletska, Mezzosopran

Christina Daletska wird von der Presse als «phänomenal» und «unwiderstehlich» bezeichnet. Sie ist eine Menschenrechtsaktivistin und offizielle Botschafterin für Amnesty International Schweiz & Art for Amnesty. Ihr aussergewöhnliches musikalisches Können konnte sie auch im Repertoire des späten 20. und 21. Jahrhunderts, unter anderem in mehreren Uraufführungen, beweisen. Daletskas Stimmumfang beträgt über 3 Oktaven.

Ihr Operndebüt gab die Künstlerin mit 23 Jahren als Rosina in Il barbiere di Siviglia am Teatro Real Madrid. Ein Jahr später sang sie bei den Salzburger Festspielen.

Sie trat auf in der Philharmonie Berlin, im Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie Luxembourg, wie auch in der Royal Concertgebouw Amsterdam wie auch der Elbphilharmonie. Zukünftige Engagements führen sie unter anderem erneut nach Paris zum Ensemble Intercontemporain, zum NDR Hannover, an die Casa da Musica, an die Kölner und Berliner Philharmonie sowie an die Wiener Festspiele und Hamburger Thalia mit Klangforum Wien. Darüber hinaus singt sie Beethovens Missa Solemnis mit dem RTV Slovenia und die Neunte mit dem Orchestra Sinfonica di Milano.

Christina Daletska arbeitet mit Dirigenten wie Emilio Pomarico, Daniel Harding, Ivor Bolton, Nello Santi, Riccardo Muti, Mirga Gražinytė-Tyla, Thomas Hengelbrock, Louis Langrée, Jun Märkl, Christian Arming, James Gaffigan, Christian Zacharias, Teodor Currentzis. Sie spricht sieben Sprachen und engagiert sich gegen Foodwaste.

www.daletska.net

Raphael Höhn, Tenor

Raphael Höhn, Tenor

Raphael Höhn sammelte erste Gesangserfahrungen als Altsolist bei den Zürcher Sängerknaben, mit denen er neben CD-Aufnahmen auch in Mozarts Zauberflöte am Opernhaus Zürich zu hören war. Nach dem Studienvorbereitungskurs bei Frédéric Gindraux nahm er sein Studium des klassischen Gesangs an der Zürcher Hochschule der Künste bei Scot Weir auf. Es folgte ein Master of Arts in Alte Musik am Königlichen Konservatorium in Den Haag, wo er von Rita Dams, Peter Kooij, Michael Chance und Jill Feldman unterrichtet wurde. Er besuchte Meisterkurse u. a. bei Andreas Scholl, Gerd Türk, Mariëtte Witteveen und Jean-Paul Fouchécourt.


Als Solist wird er regelmässig für Konzerte in ganz Europa unter anderem vom RIAS Kammerchor, der Bachstiftung St. Gallen, der Nederlandse Bachvereniging und dem NDR Chor engagiert. Innerhalb seines breiten Repertoires von der Renaissance bis hin zur zeitgenössischen Musik widmet er sich besonders der Interpretation barocker Werke, wobei er besonderen Wert auf die rhetorische Umsetzung der Textunterlegung legt. Er arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Ton Koopman, Frans Bruggen, Jos van Veldhoven, Vaclav Luks, Rudolf Lutz, Justin Doyle, Laurence Cummings und Howard Griffiths zusammen, wobei ihn sein Weg an das Lucerne Festival, die Händel Festspiele Göttingen, Appenzeller Bachtage und an das Bachfest Leipzig führte. Daneben singt er in den professionellen Vokalensembles Voces Suaves und Vox Luminis. Raphael Höhn ist unter anderem Gewinner des Studienpreises des Migros-Kulturprozents (2014) und Preisträger des Internationalen Bachwettbewerb Leipzig (2016).

www.raphaelhoehn.ch

Gerardo Garciacano, Bass

Gerardo Garciacano, Bass

Gerardo Garciacano erhielt seine Ausbildung an der Indiana University und am Opernstudio der Opéra National du Rhin in Strassburg.

Der mexikanische Bariton hat sich an zahlreichen europäischen Häusern mit den wichtigsten Rollen des lyrischen Fachs einen Namen gemacht: Guglielmo in Cosi fan tutte, Papageno, Dandini in La Cenerentola, Fritz/Frank in Die Tote Stadt. Er gab Figaro in Il barbiere di Siviglia an der Oper Köln und am Aalto Theater Essen, Conte in Le nozze di Figaro am Staatstheater Darmstadt, Malatesta in Don Pasquale am Salzburger Landestheater. Die Rolle des Mercutio in Gounods Roméo et Juliette sang er an der Seite von Rolando Villazón und Anna Netrebko im Palacio de Bellas Artes in Mexiko-Stadt. 2009 verkörperte er Schaunard in La Bohème, einer Koproduktion von ARTE und SRF1.

2011 bis 2017 gehörte Gerardo Garciacano zum Ensemble der Oper Dortmund, wo er u.a. Marcello, Belcore, Don Giovanni, Argante in Händels Rinaldo, Lescaut in Massenets Manon, Valentin in Gounods Faust sang. Mit Partien wie Germont, Posa und Wolfram in Tannhäuser begann er in ein dramatischeres Fach zu wechseln, in dem er als Doge in Due Foscari und Escamillo in Carmen 2020 wieder zu hören ist.

Gerardo Garciacano ist u.a. an der Opéra National du Rhin in Strassburg, der Opéra National de Montpellier, dem Opéra- Théâtre d’Avignon, am Nationaltheater Mannheim, am Stadttheater Bern und am Theater Basel aufgetreten und hat zahlreiche Preise gewonnen, u.a. den 3. Preis der Seoul International Music Competition (2007) und den 1. Preis der Schlossoper Haldenstein (2005).

www.gerardogarciacano.com

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart
(1756 – 1791)

Kirchensonate in C-Dur, KV 329

Leopold Mozart
(1719 – 1787)

Lauretanische Litanei in Es-Dur 
(Bearbeitung W. A. Mozart)

Wolfgang Amadeus Mozart
(1756 – 1791)

Messe in c-Moll, KV427 
(Bearbeitung Clemens Kemme)

Wolfgang Amadeus Mozarts Sakralmusik erfreut sich nicht nur bis heute grösster Beliebtheit, sie legt auch ein lebendiges Zeugnis vom künstlerischen und persönlichen Werdegang des Ausnahme-Komponisten der Wiener Klassik ab. Unter der Leitung von Patrick Secchiari stellen das Berner Kammerorchester und das Ensemble Ardent im zweiten Abonnementkonzert Mozarts Grosse Messe in c-Moll in den Kontext der Salzburger Kirchenmusiktradition und bringen eine musikalische Perle aus dem Œuvre Leopold Mozarts zu Gehör.

Konzerte