PRESSESTIMMEN
2004/2005

 

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Der BUND, 17. Dezember 2005

Ovationen für Noëmi Nadelmann

Ein wahres Festkonzert: Das Berner Kammerorchester begeisterte zusammen mit der Sopranistin im Kulturcasino

...Am Donnerstag musizierte das prächtig disponierte Orchester zusammen mit der hochkarätigen Sängerin und dem Orpheus Chor im grossen Saal des Kulturcasinos.

Der Anlass ist offenbar zu einem sicheren Wert im Konzertkalender geworden. Am Donnerstag jedenfalls füllte ein illustres und aufgestelltes Publikum den Grossen Saal fast bis auf den letzten Platz...

Mit seinem populären Programm geriet der Anlass in einen Wettbewerb mit Vorzeigeaufnahmen und Fernsehshows weltberühmter Orchester und Dirigenten...

...Johannes Schlaefli zeigte sich als beschwingt und engagiert wirkender Anführer im beliebt-süffigen Potpourri, als weise über die gegebenen Mittel waltender und mitreissender Dirigent, der sein Orchester von Höhepunkt zu Höhepunkt zu leiten wusste...

 


BZ, 19. Dezember 2005

Gehört

...Schön ist, wenn das Berner Kammerorchester in Hochform ist. Unter der Leitung von Johannes Schlaefli spielt es an seinem Festkonzert den Marsch aus Bizets „Carmen“ schwungvoll und feurig, die Pizzicato-Polka von Johann Strauss präzise und differenziert...

 


Der Bund, Donnerstag, 17. November 2005

Gross in kleiner Besetzung

… Das Berner Kammerorchester erweckt die reiche Partitur Schönbergs im 2. Abonnementskonzert am Dienstag im Zentrum Paul Klee zum Leben. Mathias Kuhn – kurzfristig für den verunfallten Johannes Schlaefli eingesprungen – gestaltete expressive Phrasen und führt mit grossen Bewegungen durch das Kammerstück. Die einzelnen Motive hätten teilweise noch etwas deutlicher herausgearbeitet werden können, doch mit Schwung schaffen es Kuhn und seine sechzehn Instrumentalisten, dass man auf dem Nachhauseweg tatsächlich Schönbergs Melodien pfeift…

…Brahms’ Werk wird, einmal abgesehen vom oft übermässigen Vibrato in der Flöte, mit der kleinen Besetzung durchsichtiger und somit für die Ausführenden auch heikler. Insbesondere Intonation und rhytmische Präzision hätten noch etwas mehr Beachtung verdient. Das BKO beweist aber, dass eine Kammerversion – von Brahms als „Zwittergestalt“ bezeichnet – durchaus ihren Reiz hat…

Virtuose Josiane Marfurt – Ebenfalls in kleiner Besetzung steht schliesslich Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert KV 449 auf dem Programm. Begleitet von einem Streichquartett spielt Josiane Marfurt ihre virtuose Partie sehr gepflegt und ausgeglichen…

(daf)


Der Bund, Montag, 11. Juli 2005

45. Musikfestwochen Meiringen mit glanzvollem Auftakt gestartet

Mit der Verleihung des „Goldenen Bogens“ werden an den Musikfestwochen Meiringen seit fünf Jahren hervorragende Musikerpersönlichkeiten ausgezeichnet, die sich für die Förderung der Streichinstrumente verdient gemacht haben. Am Saison-Eröffnungskonzert vom Samstagabend durfte der Geiger Thomas Füri den Preis entgegennehmen. Golden war indessen nicht nur der überreichte Bogen: Das Eröffnungskonzert hätte goldglänzender und gediegener nicht sein können. Es wurde gleich zu einem musikalischen Glanzpunkt.

Hochkarätige Künstler, ein sensibler Dirigent und ein aufgeräumte-brilliantes Berner Kammerorchester, so werden höchste Ansprüche befriedigt.

Das Berner Kammerorchester unter seinem Dirigenten Johannes Schläfli befand sich am Samstag auf einem künstlerischen Höhepunkt. Da wurde wunderschön dynamisch und partnerschaftlich musiziert. Da gefielen sichere Streicher und glänzten serenadenhaft auftrumpfende Bläser.

(ume)


Jungfrauzeitung, Dienstag, 12. Juli 2005

Perfekter Auftakt in die Konzertwoche

Musikalisch ist eine Steigerung schwer möglich, denn das Eröffnungskonzert war schlicht perfekt.  Absolute Höhepunkte des ersten Konzertes waren die Sinfonia concertante Es-Dur KV 364 von W.A. Mozart und das erste Cellokonzert a-moll op. 33 von Camille Saint-Saëns.

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art war das perfekte, fast überirdische Zusammenspiel der beiden Solisten Thomas Füri (Violine) und Christoph Schiller (Viola). Das Kammerorchester unter der souveränen Leitung von Johannes Schläfli bildete einen ergreifenden Hintergrund.

Die Harmonie zwischen Orchester und Dirigent war spürbar, eine Harmonie die nur aus einer intensiven und fruchtbaren Zusammenarbeit entstehen kann.

Marianne Baumann


Der Bund, 15. Dezember 2004

Ein Flügelhorn in stiller Nacht

Möglich dass der russische Trompeter Sergei Nakariakov das Konzert mit dem Berner Kammerorchester im Grossen Saal des Kulturcasinos nicht mehr vergisst: Wo zwischen New York und Tokio ist ihm das schon passiert, dass ein festlich gestimmtes Auditorium zum Mitsingen anhebt, während er „Stille Nacht“ intoniert; dass ein Orchester samt Pauke und Harfe auf der eh schon knapp bemessenen Konzertbühne den Schülerinnen und Schülern einer Tanzschule für ihre Ausschnitte aus Tschaikowskys „Nussknacker-Suite“ Platz macht.

Das Berner Kammerorchester unter der Leitung von Johannes Schlaefli – der mit dem Festkonzert seine zehnte Konzertsaison mit dem BKO antritt – war dem prominenten Solisten in allen Belangen gewachsen, anpassungsfähig begleitete es ihn, ohne sich seiner Eigenständigkeit in die Ecke drängen zu lassen. Und dabei kamen immer wieder auch die Qualitäten in den eigenen Reihen zum Erblühen, etwa im innigen Zwiegesang von Flöte (Regula Küffer) und Oboe (Adrian Cioban) in Mozarts sorglos-heiterer „Posthornserenade“.

Marianne Mühleman


Berner Zeitung BZ, 15. Dezember 2004

Mit verspielter Leichtigkeit

Russische Trompetenkünste, Balleteinlagen von Kindern und unbeschwerte Orchesterklänge: Das Berner Kammerorchester präsentierte bei seinem Festkonzert im Casino ein lebendiges Programm mit Stars.

Während knapp zwei Stunden hatte das Berner Kammerorchester (BKO) zusammen mit seinen Gästen eine ungewöhnlich gelöste Stimmung in den Saal gezaubert. Das gemeinsame Weihnachtslied setzte den passenden Schlusspunkt zu diesem lebendigen Festkonzert.

Besonders prominent war der russisch Startrompeter Sergei Nakariakov angekündigt worden. Dank ihm gelang es dem BKO, auch den Berner Trompetennachwuchs ins Konzert zu locken: Zahlreiche Knaben reckten gespannt ihre Köpfe, als der selbst noch jungenhaft wirkende Musiker auf die Bühne trat.

Das BKO präsentierte sich als lebendiges Ensemble, das unter der hervorragenden Leitung seines Chefdirigenten Johannes Schlaefli schwungvoll musizierte.

Sonja Koller

 


Der Bund, 18. November 2004

Meister ihres Fachs

Ein Abend mit Bach und einem köstlichen Telemann: Musikerinnen und Musiker des Berner Kammerorchesters präsentierten am Dienstagabend ein an sich hergebrachtes Programm. Nur: Wie das Ganze angerichtet war, geriet es doch ins Aussergewöhnliche, ins kammermusikalische Urvergnügen. Das lag zum einen an der aufgestellten Schar der Instrumentalsolisten und an ihrem zugriffig-versierten Spiel. Es lag zum andern am Leiter und Cembalisten Naoki Kitaya, der mit ungemeiner Vitalität und Quirligkeit seinen Doppelpart versah. Das Ensemble folgte seinem Leader sicht- und hörbar mit Vergnügen. ... „Bachiana“ war der Abend im Programm überschrieben: Überschrift oder Untertitel zu einemmusikalischen Festchen. Genau dazu geriet der Abend im Burgerratssaal vollumfänglich und zum Vergnügen des dankbaren Publikums!

(ume)


Der Bund, 16. September 2004

Viel versprechender Saisonbeginn des BERNER KAMMERORCHESTERS

...wie üblich griff das Berner Kammerorchester auf die von Strawinski 1922 aus der Ballettmusik zusammengestellte Konzertsuite, engagierte dazu jedoch noch den Basler Tänzer und Choreografen Norbert Steinwarz, um dem Publikum wenigstens andeutungsweise die Handlung vor Augen zu führen. So entstand eine halbszenische Aufführung, die dank einer genau auf die Musik abgestimmten, einfallsreichen tänzerischen arstellung, die auch Orchestermitglieder einbezog, und dank einer musikalisch profilierten Interpretation lebhaft applaudierte Aufnahme fand. Der anregende, imProgramm sinnreich konzipierte Abend bildete einen viel versprechenden Saisonbeginn des Berner Kammerorchesters.

Max Favre


Thurgauer Zeitung, 14. September 2004

Russisches mit Bezug zur Klassik

... Dirigent Schlaefli folgte den Satzbezeichnungen. Und seine brillant aufspielenden Musiker machten die Verbeugung des Komponisten (Prokofjew) vor Haydn zu einem Hörvergnügen. ...Das Berner Kammerorchester erwies sich topfit für die neoklassizistische Folge der acht Ballett-Szenen und entfalteten alle Facetten für Pulcinella.

Gerhard Hellwi


Berner Zeitung BZ, 19. Dezember 2003

Diva strahlt für Bern

Wie ein Feuervogel schwebte Noëmi Nadelmann nach dem Konzert in den Burgerratssaal. Ihre Robe hellte das Bild mit den vorwiegend dunkel gekleideten Gästen der Credit Suisse auf. Ihr strahlendes Lächeln übertrug sich auf die Stimmung. Sie war aus der Welt von Puccini und Verdi wieder zurück in Bern, und es machte ihr sichtlich Spass.


Der Bund, 19. Dezember 2003

Aufbruch zu neuen Partien

Wem gelingt das schon - den grossen Saal des Kultur-Casinos zweimal (am Mittwoch und heute Freitag) bis fast auf den letzten Platz zu füllen. Zu den wenigen unbestrittenen Publikumslieblingen der Berner Musikfreunde gehört zweifellos die Sopranistin Noëmi Nadelmann, die im Stadttheater Triumphe gefeiert hat und auch immer wieder im Konzertsaal zu bewundern ist: eine hinreissend schöne Frau mit ungewöhnlicher darstellerischer Expressivität und einer Qualitätsstimme, die sie zu den bedeutendsten Opernzentren der Welt von Wien bis New York geführt hat.

Der Dirigent Johannes Schlaefli formte aus dem heterogenen Instrumentalensemble bei den Begleitungen, den Ouvertüren, Puccinis Preludio sinfonico und der Verdi-Balletmusik souverän einen tüchtigen Klangkörper und entlockte ihm Flexibilität, Effektsicherheit und, wo nötig, Dramatik und Klangfülle.

Für die Chor-Interventionen war der von Theo Loosli einstudierte Berner Bach-Chor engagiert worden, der sein Können und seine Vielseitigkeit ein weiteres Mal unter Beweis stellte.

Martin Etter

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