MY FAIR LADY

Eine konzertante Musical-Aufführung mit vielen jungen Talenten.

Zur Feier des Jubiläums der Stiftung für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche Zollikofen (1837-2012)

Mittwoch, 7. &
Donnerstag, 8. März
2012

20.00 Uhr Kultur-Casino Bern, Grosser Saal

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Ben Vatter
Leitung
Andreas Hügli
Leitung
Chansonchor Gymnasium
Bern-Kirchenfeld
Frederick Loewe
(1901-1988)
Alan Jay Lerner
(1918-1986)
Robert Gilbert
(Übersetzung)

My Fair Lady
- Ouvertüre
- Kann denn die Kinder keiner lehren, wie man spricht?
- Wäre das nicht wundaschön?
- Mit `nem kleenen Stückchen Glück
- Bin ein Mann wie jeder Mann
- Wart`s nur ab!
- Ach, Professor Higgins
- Es grünt so grün
- Ich hätt` getanzt heut` Nacht


***
 

- Ascot-Gavotte
- Weil ich weiss, in der Strasse wohnst du
- Walzer in der Botschaft
- Sie sind es, der‘s geschafft hat
- Tu`s doch!
- Bringt mich pünktlich zum Altar
- Kann eine Frau nicht sein wie ein Mann?
- Ohne dich
- Ich bin gewöhnt an ihr Gesicht

Dieses Konzert wird unterstützt durch die bbgBurgergemeinde Bern

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Für seine Frühjahrskonzerte reist das BKO nach New York und London. In der britischen Hauptstadt der frühen 1910er Jahre spielt die Handlung eines der bekanntesten Musicals aller Zeiten, das 1956 im Mark Hellinger Theatre am New Yorker Premiere feierte. Gut 50 Jahre später wird nun My Fair Lady vom BKO gemeinsam mit einem Chor aus über 100 jungen Singenden interpretiert. Speziell für das heutige Konzert haben die beiden Chorleiter Ben Vatter und Andreas Hügli alle Songs für den Chansonchor umgearbeitet, das heisst die Solonummern neu für Chor arrangiert. Es steht also eine Premiere des Musicals in einer Chor-Version auf dem Programm!

Nach seiner umjubelten Uraufführung mit Julie Andrews und Rex ­Harrison in den Hauptrollen erlebte Frederick Loewes Musical bis 1962 allein in New York über 2000 Vorstellungen und kam alsbald auch in Europa zu hoher Popularität. Eine Folge davon war die Übersetzung von Robert Gilbert ins Deutsche und «Berliner Schnauze», die heute Abend zu hören ist. Das Buch und die Songtexte von Alan Jay Lerner basierten auf George Bernard Shaws Komödie Pygmalion aus dem Jahr 1913. Der Titel verweist auf einen König aus der griechischen Mythologie, der sich der Legende nach in eine von ihm selbst gefertigte Statue verliebt. Im Musical wurde aus dem bildhauernden antiken Monarchen der Sprachwissenschafter Professor Higgins, dessen Herz nicht für ein Kunstwerk schlägt, sondern für die Blumenverkäuferin Eliza Doolittle. Die Parallele zwischen Pygmalion und Higgins besteht darin, dass beide das Objekt ihrer späteren Zuneigung gewissermassen selbst erschaffen. Denn zunächst dient Eliza für Higgins lediglich einem Experiment, worin im Rahmen einer Wette der Beweis erbracht werden soll, dass es möglich sei, aus einem armen Mädchen eine respektable Dame – eine fair lady eben – zu machen, sofern sie ihren Unterschichten-Akzent zugunsten einer gepflegten Hochsprache aufgibt.

Dass, dieser Ausgangslage entsprechend, Sprachwitz in der sich nun entspinnenden, turbulenten Handlung eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich bereits im Titel. Denn ‚Fair’ lässt sich als ‚schön’ im Sinne von ‚fein’ ebenso übersetzen wie als ‚Jahrmarkt’, was auf die gegensätzlichen Lebenswelten des Blumenmädchens und ihres künftigen Mentors anspielt. In auffällig breitem Berliner Dialekt spricht bzw. singt Eliza zu Beginn des Musicals, wovon radebrechende Ausdrücke wie Wäre det nich wundascheen? in dem gleichnamigen Lied auf humorvolle Weise zeugen. Während der sechs Monate, die Higgins damit verbringt, seinem Schützling eine neue Sprechweise beizubringen, übt sich Eliza tagelang an öden phonetischen Reimchen wie ‚Es grünt so grün’, worüber sie bald einmal vor Wut kocht. Obwohl sich ihre Aussprache wenig später an typischen Upperclass-Anlässen hören lassen kann, stellt sich bei Eliza spätestens dann herbe Enttäuschung ein, als sie erfährt, dass Higgins sie ursprünglich nur als Versuchskaninchen betrachtet hat. Schliesslich versöhnen sich die beiden, doch was sich zwischen ihnen noch entwickeln wird, bleibt offen.

Musikalisch verwendete Loewe sämtliche Register eines klassischen Broadway-Orchesters mit gut besetztem Blech und Schlagzeug, um zahlreiche glänzende Nummern zu komponieren. Darunter finden sich schmelzende Balladen genauso wie schmissige Tänze; einigen Instrumentalstücken steht eine Fülle von Songs gegenüber, die mit allen Mitteln der Kunst den Humor und die Lebensfreude der Figuren, aber auch deren Verzweiflung, Ärger und Trauer zum Ausdruck bringen. Speziell für das heutige Konzert haben die beiden Chorleiter Ben Vatter und Andreas Hügli alle Songs für den Chansonchor umgearbeitet, das heisst die Solonummern neu für Chor arrangiert. Es steht also eine Premiere des Musicals in einer Chor-Version auf dem Programm!

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Ben Vatter

glausDer Berner Musiklehrer, Chorleiter und Trompeter wuchs in einer Musikerfamilie auf und sammelte bereits als 16-Jähriger erste Erfahrungen in lokalen Jazzbands. Sein Trompetenstudium absolvierte Ben Vatter nach dem Abschluss des Lehrerseminars am Berner Konservatorium und an der Swiss Jazz School, an der er 2002 das Hochschuldiplom für Trompete sowie für Komposition und Arrangement erlangte. Nach zahlreichen Konzerten als Instrumentalist und Sänger in den Bereichen Jazz, Salonmusik und Pop tritt Vatter in den letzten Jahren vermehrt mit originellen Chorprojekten in Erscheinung, für die er die meisten Arrangements selber schreibt. Besonders seine Arbeit mit dem Chor auf Bewährung, einem Ensemble aus Gymnasiastinnen und männlichen Jugendlichen im Massnahmenvollzug, das nach einem Probenhalbjahr im ausverkauften Kursaal Bern auftrat, fand 2007 bei der Ausstrahlung auf SF Zwei landesweite Beachtung. Dasselbe galt vier Jahre später für seine Tätigkeit als Chor-Coach und Arrangeur im Rahmen der Sendereihe Kampf der Chöre auf SF 1. Im Jahre 2011 wirkte Vatter ausserdem als Musical Supervisor der Berner Aufführungen des Musicals Ewigi Liebi. Überdies ist Ben Vatter Leiter des Hebammenchors Midwife Crisis, Co-Leiter des Chor im Breitsch und Co-Leiter des Chansonchors am Gymnasium Bern-Kirchenfeld. 2008 erhielt er zusammen mit dem abtretenden Direktor des Konservatoriums Bern, Werner Schmitt, den Berner Bärendreckpreis.

Andreas Hügli

brotbekNach der Matura studierte der gebürtige Berner an der Hochschule der Künste seiner Heimatstadt bei Erika Radermacher Klavier. Parallel dazu belegte er Gesang im Nebenfach bei Liliane Zürcher, später bei Ulrich Gilgen und schliesslich bei Hanspeter Blochwitz. Sein Studium ergänzte er mit Dirigieren bei Dominique Roggen, Partiturspiel bei Paul Suits, Generalbass bei Jörg Ewald Dähler, Improvisation bei Erika Radermacher, Jazzpiano bei Silvano Bazanan der Swiss Jazz School, sowie Ensemble- und Kompositionsunterricht bei Urs Peter Schneider. Im Rahmen der Ausbildung zum Gymnasiallehrer belegte er zudem Musikwissenschaft an der Universität Bern.
Nebst diversen Engagements als Arrangeur und Improvisator (beispielsweise im Trio umfal) ist Andreas Hügli seit 1997 Pianist und Manager des Salonmusikorchesters La Rosita. Für das Territoire Imaginaire der Expo.02 in Biel realisierte er zusammen mit Christian Müller die musikalische Installation und Filmvertonung des Projekts learning from schrebergarten.
Seit 2001 unterrichtet er als Musik- und Klavierlehrer am Gymnasium Kirchenfeld und leitet den Chansonchor – zuerst zusammen mit Peter ­Honegger, ab 2003 mit Ben Vatter. Seine Chorerfahrung vertieft er seit 2001 als Assistent von Franco Trinca beim Amadeus Chor. 2007 wirkte er als Pianist und Assistent des Chor auf Bewährung mit. Seit 2008 ist er Co-Leiter des Chor im Breitsch und seit 2009 Pianist des Hebammenchors Midwife Crisis.
Andreas Hügli ist verheiratet, Vater von drei Kindern und wohnt im Spiegel bei Bern.

Chansonchor Gymnasium Bern-Kirchenfeld

brotbekSämtlichen Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Bern-Kirchenfeld steht die Möglichkeit offen, im Chansonchor mitzusingen und dabei Einblick in die Welt des Pop, Rock, Musical, Jazz und Chanson sowie in die Musik fremder Kulturen zu erhalten. Die entsprechenden Programme werden jeweils mit viel Sinn für Humor auf die Bühne gebracht, wobei Ben Vatter und Andreas Hügli die Stücke gemäss den Bedürfnissen und Stärken der jungen Singenden arrangieren. Auf diese Weise entstehen lebendige und stets engagiert vorgetragene Konzerte, dargeboten von einem Ensemble aus mittlerweile über 100 Sängerinnen und Sängern.
www.gymkirchenfeld.ch

175 Jahre Blindenpädagogik im Kanton Bern

brotbekIm Jahre 1835 wurde im Kanton Bern die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Dass zwei Jahre später bereits die Stiftung für Blinde und Sehbehinderte als eine der ersten Blindenschulen Europas ins Leben gerufen wurde zeigt, dass dieser Einrichtung Fortschrittlichkeit in die Wiege gelegt wurde. Die Blindenschule Zollikofen ist heute schweizweit das grösste pädagogische Zentrum mit dem Förderschwerpunkt Sehen. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über alle Kantone der deutschsprachigen Schweiz.
Musizieren ist eine Tätigkeit, welche sehbehinderte Kinder praktisch uneingeschränkt ausüben können. Was liegt also näher, als den 175. Geburtstag auch im Rahmen einer musikalischen Darbietung junger Menschen zu feiern?
Als Rahmenveranstaltung bietet die Stiftung im Foyer EG eine kleine Ausstellung unter dem Titel "anders sehen". Die Besucherinnen und Besucher erfahren, wie sich die Einschränkung des Sehsinns auswirkt, wo die besonderen Herausforderungen für Betroffene bestehen und wie sie heute zu lösen versucht werden.
www.blindenschule.ch

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