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Dienstag,
10. Mai 2011 |
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19.30 Uhr Kultur-Casino Bern, Grosser Saal
19.00 Uhr Konzerteinführung |
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Johannes Schlaefli
Leitung |
Tecchler Trio
Esther Hoppe, Violine
Maximilian Hornung, Violoncello
Benjamin Engeli, Klavier |
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Antonín Dvorák
(1841-1904) |
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Tschechische Suite, op. 39
Praeludium (Pastorale)
Polka
Romanze
Finale (Furiant) |
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Tobias P.M. Schneid
(*1963) |
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Klaviertrio Nr. 2 (2008) |
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*** |
Ludwig van Beethoven
(1770-1827)
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Tripelkonzert für Klavier, Violine,
Violoncello und Orchester C-Dur, op. 56
Allegro
Largo
Rondo alla Polacca |
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Dieses Konzert wird unterstützt durch die Burgergemeinde Bern
Medienpartner

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Das Saisonende hält auch dieses Jahr eine Krönung bereit: Dvoráks Orchestersuite eröffnet den Abend in festlichem Glanz, sodann präsentiert das renommierte Tecchler-Trio ein vor zwei Jahren entstandenes Klaviertrio des deutschen Komponisten Tobias P.M. Schneid. Und fürs ‚Grande Finale’ teilen sich Trio und Orchester die Bühne zu Beethovens meisterlichem Tripelkonzert.
Eines schlauen Tricks bediente sich Antonín Dvorák, um die Kompositionen veröffentlichen zu können, an denen sein wählerischer Verleger Simrock kein Interesse zeigte: Kurzum verpasste er ihnen eine tiefere Opuszahl, um bei Simrock den Eindruck unbedeutender Frühwerke zu erwecken, und liess sie bei anderen Verlagen drucken. So verfuhr er auch im Fall seiner farbenreichen Suite op. 39, welche eigentlich die Nummer 52 tragen sollte. Deren einleitendes Praeludium trägt den Untertitel «Pastorale» zu Recht, denn in ländliche Weiten katapultiert einen die luftige Melodie. Polka, Menuett und Romanze wirken grazil und strahlen eine besonnene Ruhe aus, Eintrübungen nach Moll bringen zusätzliche Facetten ins Spiel. Das temperamentvolle Finale besticht durch ausgeklügelte Wechsel in Tempo und Rhythmus.
Als ebenso vielschichtig wird die Musik des jungen, aus Bayern stammenden Tobias P.M. Schneid gelobt. Bereits 1990 gewann der Künstler den ersten von Claudio Abbado veranstalteten Wiener Kompositionswettbewerb, zahlreiche Auszeichnungen folgten. Vital, assoziativ und klug, sensibel und bezwingend sind Attribute, mit welchen Rezensenten Schneids Werke adeln. Darin vermischen sich Einflüsse aus der Kunstmusik diverser Epochen mit Anleihen bei Jazz und Rock, freilich ohne die klingenden Resultate jemals beliebig erscheinen zu lassen. Dafür sind sie viel zu kunstvoll gewoben.
Dasselbe gilt für Ludwig van Beethovens Tripelkonzert, das dem BKO und seinen Gästen die ideale Plattform bietet, um miteinander in einen inspirierten Dialog zu treten. Aus den leisen Bässen der Einleitung schwingt sich das Kopfthema bis zum kräftigen Tutti empor, bevor es von den drei Soloinstrumenten übernommen wird, die sich durch spannungsreiche Modulationen bewegen. Das schlichte Largo ist im Verhältnis zum ersten Satz kurz und betört mit einer sanften, unter die Haut gehenden Melodie, die von weichen Streichern unterlegt ist. Einen beschwingten Gegensatz dazu bildet das finale Rondo alla Polacca, das mit kurzzeitigem Wechsel vom Dreiviertel-Polka-Rhythmus zum Zweivierteltakt überrascht.

Tecchler Trio

Obwohl erst seit 2003 gemeinsam unterwegs, können Benjamin Engeli, Esther Hoppe und Maximilian Hornung auf bedeutende Erfolge zurückblicken. 2007 gewannen sie den ARD-Musikwettbewerb als erst viertes Klaviertrio in der 55-jährigen Geschichte der Veranstaltung, und die Liste der bespielten Säle bzw. Festivals in aller Welt ist beachtlich. Dazu gehören das Concertgebouw Amsterdam, die Londoner Wigmore Hall, das Tschaikowsky Konservatorium Moskau, die Tonhalle Zürich und das Wiener Konzerthaus sowie Musikfestspiele in Davos, Luzern, Ludwigsburg, Rheingau, Chicago und Delft (NL). Auf CD sind Kompositionen von Tschaikowsky, Ravel, Schumann, Dvorák und Haydn erschienen, zudem wurden etliche Konzerte von Radiostationen aufgezeichnet. Die drei Musizierenden decken ein weites stilistisches Feld ab, zu dem Werke aus Klassik, Romantik und dem 20. Jahrhundert ebenso zählen wie Kompositionen von Zeitgenossen. Seinen Namen verdankt das Trio Maximilian Hornungs Cello, das der Italiener David Tecchler um 1700 baute.
Esther Hoppe
Die in Zug geborene Gewinnerin des 8. Internationalen Mozartwettbewerbs 2002 in Salzburg gehört zu den gefragtesten Solistinnen und Kammermusikerinnen ihrer Generation. Sie studierte in Basel und Zürich sowie am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia und der nicht minder namhaften Londoner Guildhall School of Music and Drama. Esther Hoppe gewann mehrere Stipendien, darunter mehrmals den Studienpreis des Migros-Kulturprozents und den Kulturförderpreis des Kantons Zug. In zweifacher Folge war sie überdies Preisträgerin der Kiefer Hablitzel Stiftung. Abgesehen von ihrer Arbeit mit dem Tecchler Trio erfreut sich die Geigerin einer regen Konzerttätigkeit, zum Beispiel in der Wigmore Hall London, dem Mozarteum in Salzburg oder der Tonhalle Zürich sowie in zahlreichen weiteren Konzerthäusern und an Festivals in Europa, den USA, Japan und Indien. Zu ihren musikalischen Partnern, mit denen Hoppe auch CDs mit Werken unter anderem von Elliott Carter und Saint-Saëns aufgenommen hat, zählen die Swiss Chamber Soloists, Heinz Holliger, Renaud und Gautier Capuçon, Emmanuel Pahud, Michel Dalberto und Paul Meyer. Seit 2009 wirkt Hoppe als 1. Konzertmeisterin des Münchener Kammerorchesters. Dank der finanziellen Unterstützung der Zuger Kantonalbank spielt sie auf einer Balestrini-Violine aus dem Jahr 1760.
Maximilian Hornung
Mit neun Jahren erhielt der 1986 in Augsburg geborene Maximilian Hornung, der im Rahmen der letzten Saison des BKO mit Friedrich Guldas Cellokonzert begeisterte, ersten Unterricht durch Eldar Issakadze, später wurde er Schüler von Thomas Grossenbacher in Zürich und studierte in Berlin bei David Geringas. 2005 gewann er den Deutschen Musikwettbewerb und ist seither an vielen europäischen Festivals und in bekannten Konzerthäusern aufgetreten. Kammermusikalisch arbeitet er nebst dem Tecchler Trio mit Partnern wie Christian Tetzlaff, Lisa Batiashvili, Mischa Maisky oder Lynn Harrell zusammen. Ausserdem gastierte er unter anderem beim Tonhalle-Orchester Zürich, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover und dem Münchener Kammerorchester. Auf seiner zweiten CD erschien im Frühling 2009 Yehudi Wyners Cellokonzert als Weltersteinspielung, ein Tonträger mit Werken von Rachmaninov und Strawinsky schloss sich alsbald an. Hornung ist 1. Solocellist beim Sinfonieorchester der Bayerischen Rundfunks und seit März 2010 Exklusiv-Künstler bei Sony Classical, wo seine nächste CD erscheint.
Benjamin Engeli
1978 in eine Musikerfamilie hinein geboren, entwickelte Benjamin Engeli bereits als Kind eine Faszination für verschiedene Instrumente. Erst im Alter von 15 Jahren jedoch begann er, regelmässig Klavierstunden zu nehmen – bei Adrian Oetiker, der ihn bis zum Lehrdiplom an der Musikakademie Basel betreute. Anschliessend wechselte er an die Zürcher Musikhochschule, wo er 2003 sein Solistendiplom erhielt, zudem verfügt der Pianist über ein Lehrdiplom für Horn, das er parallel zum Studium in Basel an der Musikhochschule Luzern erworben hat. Wichtige künstlerische Impulse erhielt Engeli überdies von Lazar Berman, Andrzej Jasinski, Maurizio Pollini und András Schiff. Als Kammermusiker, Liedbegleiter und Solist bereiste er im Rahmen zahlreicher Tourneen Deutschland, Italien, Polen, Serbien und Indien. So gastierte er etwa an Festivals in Gstaad und Zug, gab Rezitale in der Tonhalle Zürich sowie im Münchner Gasteig und konzertiert als einer von vier Pianisten mit dem Gershwin Piano Quartet. Seit Herbst 2009 hat Engeli eine Dozentur für Kammermusik an der Hochschule für Musik in Basel inne.

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