Dienstag,
24. November 2009 |
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19.30 Uhr Kultur-Casino Bern, Burgerratssaal
19.00 Uhr Konzerteinführung |
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Johannes Schlaefli Leitung |
Johanna Richard
Violine |
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Dmitri Schostakowitsch
(1906-1975) |
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Kammersinfonie, op. 110a
Largo
Allegro molto
Allegretto
Largo
Largo |
Anton Bruckner
(1824-1896) |
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Streichquintett F-Dur
Adagio
(Fassung für Streichorchester) |
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*** |
Caroline Charrière
(*1960)
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Suite Le Temps
Kronos
L`attente
L`urgence
La nuit |
Felix Mendelssohn Bartholdy
(1809-1847) |
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Konzert für Violine und Streichorchester d-Moll
Allegro molto
Andante – attacca:
Allegro |
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Dieses Konzert wird unterstützt durch die Burgergemeinde Bern
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Von einem Jugendwerk Mendelssohns über ein hochromantisches Adagio von Bruckner und Schostakowitschs Kammersinfonie bis zur 2007 vollendeten Suite Le Temps der Komponistin Caroline Charrière: Das Berner Kammerorchester erkundet die faszinierende Bandbreite an Klangmöglichkeiten eines Streicherensembles.
Weil er glaubte, dass nie jemand ein Stück zu seinem Angedenken komponieren würde, schrieb Dmitri Schostakowitsch kurzerhand selber eines, das Streichquartett Nr. 8 c-Moll, op. 110. Kein Zufall ist daher das Kernmotiv des Werks, die Tonfolge d-es-c-h, die den Initialen des Komponisten entspricht. Ganz im Sinn der Widmung des Stücks an die „Opfer von Faschismus und Krieg“ ist die Grundstimmung eher traurig. Durchbrochen wird sie von Momenten des Aufbruchs und einem grotesk entfremdeten Walzer. Rudolf Barschais Arrangement für Streichorchester gefiel Schostakowitsch so gut, dass er die Komposition in Kammersymphonie op. 110a umbenannte.
Anton Bruckner führte kein glückliches Dasein als Tonkünstler, seine Musik spaltete die Meinungen der Zeitgenossen. Während viele seine kompositorische Fertigkeit bewunderten, wurde den Orchesterwerken oft Überlänge vorgeworfen. Weniger in die Kritik geriet Bruckners Kammermusik, in welcher die unzähligen Ideen auf vergleichsweise kleinem Raum konzentriert sind. Dies gilt auch für das Adagio aus dem F-Dur-Quintett. Dessen drei Abschnitte verströmen eine ruhevolle Atmosphäre des Friedens, was einen wohltuenden Gegensatz zu Schostakowitschs erschütternden Tönen bildet.
Die aus Fribourg stammende Caroline Charrière hat so unterschiedliche Stücke wie etwa Oratorien, ein Duo für Saxofon und Klavier oder Streichquintette geschrieben. Fünfstimmig ist auch ihre viersätzige Suite Le Temps. Eine feurige Passage beendet die Stille zu Beginn des ersten Teils (Kronos). Erregte, flirrende Klänge in L`urgence werden gemütlichem Warten (L`attente) gegenüber gestellt, und nächtliche Ruhe rundet die Suite schliesslich ab.
Bei den Worten „Violinkonzert“ und „Mendelssohn“ fällt einem meistens das häufig gespielte e-Moll-Konzert ein. Doch bereits im zarten Alter von zwölf Jahren schuf Felix Mendelssohn Bartholdy sein erstes Instrumentalkonzert, für Violine und Streichorchester in d-Moll. Verblüffend an diesem Werk ist noch kein souveränes Beherrschen der Formen, sondern der Ideenreichtum des komponierenden Kindes. Dieser kommt in der Vielseitigkeit der Melodien und Harmonien sowie im Umgang mit Rhythmen zum Ausdruck

Johanna Richard
Johanna Richard studierte am Konservatorium in Bern, wo sie bei Alexander van Wijkoop das Lehrdiplom und drei Jahre später bei Max Rostal das Solistendiplom erwarb. Dabei erhielt sie den Tschumi-Preis für das beste Solistendiplom des Jahres. Verschiedene Studienpreise ermöglichten ihr eine weitere Ausbildung in den USA bei Josef Gingold an der School of Music of Indiana in Bloomington und Jascha Heifetz an der University of Southern California in Los Angeles.
Sie war mehrere Jahre Mitglied der Camerata Bern, in der Folge langjährige Konzertmeisterin des Berner Kammerorchesters und neu Konzertmeisterin von OPUS. Ausserdem tritt sie mit verschiedenen Kammermusikformationen und als Solistin auf und ist als Violinpädagogin tätig. Sie hat zahlreiche CD-Einspielungen und Radio-Aufnahmen realisiert.
Johanna Richard verabschiedet sich mit diesem Konzert vom Amt der Konzertmeisterin des Berner Kammerorchesters, welches sie mir grosser Professionalität und Zuverlässigkeit auf künstlerisch höchstem Niveau viele Jahre bekleidet hat. Mit diesem Abschiedskonzert möchte sich das BKO ganz herzlich für ihren wertvollen und essentiellen Einsatz für das Orchester bedanken!

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