VOM HIMMEL

Dienstag,
28. April 2009

19.30 Uhr Französische Kirche Bern
19.00 Uhr Konzerteinführung

gendre
schaffer
pfarrer
Laurent Gendre
Leitung

Ines Schaffer
Sopran

Astrid Pfarrer
Mezzosopran
krejcik
CHOR
Marian Krejcik
Bariton
Chor der Ehemaligen Gymnasium Neufeld
Leitung: Christoph Marti & Bruno Späti
Joseph Haydn
(1732–1809)
Sinfonie C-Dur, Hob. I:30 («Alleluja»)
Allegro
Andante
Finale: Tempo di Menuet, più tosto Allegretto
Joseph Haydn Motetto de venerabili sacramento, Hob. XXIIIc:5
Lauda Sion
Ecce panis angelorum
In figuris praesignatur
Bone pastor
  ***
Arthur Furer
(*1924)
Lob der Gottheit für Soli, Chor und Orchester (1993–94)
Joseph Haydn Sinfonie D-Dur, Hob. I:96 («Le Miracle»)
Adagio – Allegro
Andante
Menuetto: Allegretto
Finale: Vivace assai
Ein Programm im Rahmen des Musikfestivals Bern 2009 «Vom Himmel»
Dieses Konzert wird unterstützt durch die bbgBurgergemeinde Bern

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Am Musikfestival Bern 2009 machen sich Berns Musikerinnen und Musiker auf, unendliche Weiten zu ergründen. Das BKO stellt einen Lobgesang von Arthur Furer in den Mittelpunkt seines Konzertabends, umrahmt von Jubel und Wunder. Musik an den Himmel.

Als Joseph Haydn vor 200 Jahren starb, hinterliess er über 100 Sinfonien. Seine 30. komponierte er im Dienst des Fürsten Esterházy. Das Werk im freundlichen C-Dur erhielt den Beinamen «Alleluja», weil das Hauptthema des ersten Satzes auf dem österlichen Halleluja einer Choralmelodie aufbaut.

Haydns Frömmigkeit war einfach, direkt, volkstümlich und ebenso aufrichtig. Trotzdem verursachte sein religiöser Stil den Zeitgenossen Unbehagen; zu grosse Weltlichkeit wurde ihm immer wieder vorgeworfen. Doch Haydn konterte, der Gedanke an Gott mache ihn eben unwiderstehlich fröhlich. Hörbar wird das auch in seinen Motetten mit brillanter Instrumentierung, herrlichen Trompetenstimmen und mit Melodien, die an österreichische Volkslieder erinnern.

Der 1924 geborene Berner Komponist Arthur Furer nennt sein Lob der Gottheit für Soli, Chor und Orchester ein «ökumenisches Patchwork». Er hat sich auf die Suche gemacht nach Verbindendem zwischen den Glaubensrichtungen und nach musikalischen Ausdrucksmitteln, das eng verflochtene Gedanken-Gewebe hörbar zu machen. Mit dem Einbezug von christlichen, jüdischen, islamischen und buddhistischen Elementen will dieser Lobgesang eine Lanze brechen für ein friedliches Miteinander der Religionen und auch für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Ein mutiges und berührendes Werk.

Haydns 96. Sinfonie in D-Dur entstand in London, und sie ist bekannt unter dem Beinamen «Le Miracle». Für das namengebende Wunder ist ein angeblich historisches Ereignis verantwortlich: ein Kronleuchter nämlich, der während eines Konzerts von der Decke gefallen sein soll und dabei niemanden verletzte. Wunder gibt’s. Ob dieses wahr ist, bleibe dahingestellt…

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MUSIKFESTIVAL BERN «VOM HIMMEL»

Das Musikfestival Bern 2009 steht unter dem Motto «Vom Himmel» und führt vom 23. April bis 3. Mai himmlische, universale und paradiesische, weltliche und geistliche, vielchörige und kleinbesetzte, szenische und konzertante, konkrete und mystische Ereignisse in Musik zusammen. Zahlreiche Berner Veranstalter verbünden sich durch die gemeinsame Thematik an diesem Festival miteinander, um die Tiefe des Universums zu ergründen und jenseitige Welten zu beschwören.

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LAURENT GENDRE

GENDRENach seinen Studien am Konservatorium Fribourg (Klavier, Gesang) und an der Musikakademie in Basel (Dirigieren) erhielt Laurent Gendre den Studienpreis für Dirigenten des Schweizerischen Tonkünstlervereins und rundete seine Ausbildung in Deutschland und Österreich ab. Seine intensive Tätigkeit im Bereich der Oper führte ihn u.a. nach Besançon, Reims, Dijon und Genf. Er dirigierte Opern wie Don Giovanni, Le Nozze di Figaro, Carmen, Die Fledermaus, Die lustigen Weiber von Windsor, A Midsummer Night’s Dream u.v.m.. Als Gastdirigent arbeitet er regelmässig mit verschiedenen Orchestern in der Schweiz (z.B. dem Orchestre de la Suisse Romande, Orchestre de Chambre de Genève) und im Ausland (Orchestre de Bretagne, Orchestre du Grand-Théâtre de Reims, Lettisches Nationalorchester).
1994 gründete Laurent Gendre das professionelle Ensemble Orlando Fribourg, das sich der Aufführung von Chorwerken der Renaissance und des Barocks widmet, tritt damit erfolgreich im In und Ausland auf und hat mehrere CDs eingespielt. Ebenfalls seit 1994 ist Laurent Gendre musikalischer Leiter der Oper Fribourg, seit 1999 Chefdirigent des Stadtorchesters Thun und seit 2001 Chefdirigent des Oratorienchores Bern.

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INES SCHAFFER

SCHAFFERDie Sopranistin Ines Schaffer studierte am Konservatorium Fribourg in der Klasse von Antoinette Faës, wo sie 2007 mit dem Diplom de Virtuosité und der Bewertung summa cum laude abschloss. Während des Studiums besuchte sie das «atelier scenique» der Regisseurin Gisèle Sallin (Théâtre des Osses, Fribourg). In den Jahren 2001 und 2002 gewann sie zweimal das Stipendium der Fondation Colette Mosetti in Genf. Ihre Konzerttätigkeit umfasst Liederabende, Konzerte wie auch solistische Tätigkeit in Oper-Produktionen, so z.B. die Rolle der Papagena in Mozarts Zauberflöte im Rahmen der Schlossfestspiele Haldenstein in Chur, die Nella in Puccinis Oper Gianni Schicchi, die Adele in der Fledermaus von Strauss u.a.m. Sie belegte Meisterkurse von Kathrin Graf, Philippe Huttenlocher und Margreet Honig und wurde für eine Operngala an die Royal Academy in Schottland eingeladen.

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ASTRID PFARRER

PFARRERIhr Violinstudium bei Eva Zurbrügg an der Hochschule für Musik und Theater Bern schloss Astrid Pfarrer 1998 ab und begann im gleichen Jahr an derselben Hochschule ein Gesangsstudium bei Elisabeth Glauser. An der Musikhochschule in Lausanne und am dortigen Opernstudio beendete sie im Juni 2006 ihre Studien mit dem Solistendiplom und erhielt den Max Jost Preis. Sie besuchte Meisterkurse bei Christa Ludwig, Bodil Gümos (Dänemark), Joy McLain (New York), Verena Schweizer (Basel), Alain Garichot (Lyon) und genoss Unterricht bei Prof. Stämpfli (Bern). Astrid Pfarrer ist ebenfalls Trägerin des Kiefer-Hablitzelpreises 2003, 2005 und 2006 sowie des Prix Mosetti 2005. Als Sängerin tritt sie in Messen, Oratorien und Liederabenden im In- und Ausland auf und war am Opernhaus in Lausanne in zwei zeitgenössischen Opern, Postcard from morocco von D. Argento und Transvormation von H. Sousa zu hören. Ihr Repertoire erstreckt sich von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischer Musik, Cabarett und Musical – im Sommer 2007 war sie in der Rolle der Eponine in Les Misérables bei den Thuner Seespielen zu hören.

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MARIAN KREJCIK

KREJCIKGeboren 1978 in der damaligen Tschechoslowakei studierte Marian Krejcik Jura an der Karlsuniversität in Prag. Während des Studiums widmete er sich als Mitglied der bedeutendsten tschechischen Barockensembles
(u. a. Ensemble Inégal, Collegium Marianum, Musica Florea, Trifolium Musicae) intensiv der authentischen Interpretation alter Musik. 2003 begann Marian Krejcik ein Gesangsstudium bei Björn Waag an der Musik-Akademie in Basel, wo er 2007 sein Lehrdiplom mit Auszeichnung absolvierte. Zur Zeit setzt er sein Studium in der Konzertklasse von Elisabeth Glauser an der Hochschule der Künste Bern fort. Marian Krejcik tritt regelmässig als Solist mit verschiedenen Chören und Orchestern in der ganzen Schweiz auf. Neben barocken Oratorien, die einen festen Bestandteil seines Repertoires bilden, und klassischer Literatur beschäftigt er sich leidenschaftlich mit dem romantischen Lied.

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