| DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN |
Dienstag,
17. Februar 2009 |
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19.30 Uhr Vidmarhallen Bern
19.00 Uhr Konzerteinführung |
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Christina Metz Mezzosopran |
Figurentheater Spalanzani (Szene aus "Frau Meier, die Amsel") |
Johannes Schlaefli
Leitung |
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Wolfgang Amadeus Mozart
(1756–1791) |
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3 Sätze aus Divertimento Nr. 11, KV 251
Allegro molto
Andantino
Marcia alla francese |
Gustav Mahler
(1860–1911) |
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Lieder eines fahrenden Gesellen
Wenn mein Schatz Hochzeit macht
Ging heut’ morgen über’s Feld
Ich hab’ ein glühend Messer
Die zwei blauen Augen von meinem Schatz |
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*** |
Igor Strawinsky
(1882–1971 ) |
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L’histoire du soldat (1918)
nach C.F. Ramuz
(deutsche Übersetzung: Hans Reinhart) |
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Dieses Konzert wird unterstützt durch die  Burgergemeinde Bern |
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Wie es einem so ergehen kann, wenn man auf Wanderschaft ist: Davon berichten die Lieder von einem Gesellen, der in die Welt hinauszieht um seine Gedanken zu verarbeiten. Und die Geschichte von einem Soldaten, der seine Seele dem Teufel verkauft.
Das Divertimento Nr. 11 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart zum Namenstag seiner Schwester Maria Anna, genannt Nannerl. Und so ist dieses Divertimento Oboe, zwei Hörner und Streicher denn auch als «Nannerl-Septett» bekannt geworden. Mozart hat hier eine verspielte Musik mit heiter-unterhaltsamem Charakter geschrieben: unter anderem ein beschwingtes Allegro, ein graziöses Andantino und zum Schluss einen Marsch im französischen Stil – alles durchzogen von einer feinen Ironie.
Mit den vier Liedern eines fahrenden Gesellen schuf Gustav Mahler seinen ersten bedeutenden Liederzyklus. Er vertonte dabei Texte in Anlehnung an Gedichte aus der Sammlung Des Knaben Wunderhorn. «Die Lieder sind so zusammengedacht, als ob ein fahrender Gesell, der ein Schicksal gehabt, nun in die Welt hinauszieht, und so vor sich hinwandert», schrieb Mahler an einen Freund. In den vier Stücken befindet sich ein fahrender Gesell zwischen tiefstem Leid und hoffnungsvoller Tröstung. Und wie die Stimmung des wandernden Titelhelden, so schwankt auch die musikalische Grundstimmung zwischen Moll und Dur. Mal gequält und todessehnsüchtig, mal wieder leichtfüssig beschwingt. Immer unterwegs.
Bei Igor Strawinsky treffen wir auf einen Soldaten, der Urlaub hat und nach Hause wandert. L’histoire du soldat erzählt, wie dieser Soldat auf seiner Heimkehr dem verkleideten Teufel begegnet. Die beiden schliessen einen Pakt ab: Der Soldat erhält vom Teufel ein Buch, das ihn reich machen soll, und er vermacht dem Teufel im Gegenzug dazu seine Geige – doch ohne es zu wissen, überlässt er ihm damit auch seine Seele …
Strawinsky komponierte diese Geschichte 1918 in der Schweiz, in enger Zusammenarbeit mit dem Dichter Charles Ferdinand Ramuz und dem Dirigenten Ernst Ansermet. Die Mittel waren nach vier Kriegsjahren überall knapp. Und so plante Strawinsky ein Stück für eine einfache Wanderbühne mit einem Erzähler, und er beschränkte sich auf wenige, aber kontrastreiche Instrumente. Die Geschichte des Soldaten sollte für Auge und Ohr erlebbar werden.

CHRISTINA METZ
Nach ersten Studienjahren in Lübeck wechselte die Mezzosopranistin Christina Metz zu Kurt Widmer an die Musikakademie Basel, wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Seither ist sie als freischaffende Sängerin tätig. Ihre musikalische Vorliebe gilt Oratorium und Liedgesang. Dabei reicht ihr Repertoire von Monteverdi bis zu Werken zeitgenössischer Komponisten wie György Kurtág oder Klaus Huber. Sie trat mit Orchestern wie den Bergischen Symphonikern, La Cetra Basel, Collegium Musicum Luzern, Symphonisches Orchester Zürich oder dem Ensemble für Neue Musik Zürich auf. Als Solistin war sie zu Gast bei den Mozart-Tagen Luzern, den Davoser Young artists in concert und, mit dem Crescendo-Barock-Ensemble, beim Festival für Alte Musik Fränkischer Sommer. Christina Metz war Stipendiatin der Ernst-Göhner-Stiftung und wurde mit dem Förderpreis für junge Musiker der Basler Orchester-Gesellschaft ausgezeichnet.
PUPPENTHEATER SPALANZANI
Im Frühjahr 2004 gründeten die Puppenspielerin Rahel Wohlgensinger und der Schauspieler und Musiker Simon Engeli das Figurentheater Spalanzani. In Berlin entstand die erste Inszenierung Das öde Haus nach einer Erzählung von E.T.A Hoffmann. Es folgten weitere Produktionen wie Gott würfelt nicht – Geschichten nach Franz Hohler, Frau Meier, die Amsel (in Zusammenarbeit mit dem Puppentheater Dresden) oder Drei Männer im Boot. Ganz zu schweigen vom Hund nach Jerome K. Jerome. Mit seinen Inszenierungen möchte das junge Ensemble die Verbindungsmöglichkeiten von Puppentheater, Schauspiel und Musik erkunden. Das Überwinden starrer Genregrenzen und das lustvolle Kombinieren verschiedener Stilmittel ist dabei nicht Selbstzweck sondern dient immer dem Ziel, die geeignete visuelle Umsetzung für eine Geschichte zu finden.

SIMON ENGELI
Nach der Matura liess sich Simon Engeli an der Scuola Teatro Dimitri, Hochschule für Bewegungstheater und Theaterkreation in Verscio ausbilden. Nach abgeschlossenem Studiengang im Jahr 2002 absolvierte er ein Weiterbildungsstudium im Bereich Sprechtheater und Gesang in Berlin. 2004 erhielt er den Förderbeitrag für Kulturschaffende des Kantons Thurgau. Als Musiker (Geige und Schlagzeug) in der Irish Folk Band «A little Green» folgten Auftritte im In- und Ausland. Simon Engeli ist Lehrbeauftragter an der Kantonsschule Romanshorn für Theater.
RAHEL WOHLGENSINGER
Geboren 1980 und in St. Gallen aufgewachsen, absolvierte Rahel Wohlgensinger ein Querflötenstudium an der Hochschule für Musik in Winterthur, welches sie 2001 abschloss. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch», Abt. Puppenspielkunst sowie die Teilnahme an internationalen Festivals in Irland und Polen und ein Engagement am Maxim Gorki Theater in Berlin.
ULRIKE MONECKE
Nach einem Puppenspielstudium und erworbenem Diplom an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin folgte eine Ausbildung zur Tischlerin. Von 1998 bis 2005 war Ulrike Monecke Mitglied des Theater o.N. (Zinnober) in Berlin, reiste mit zahlreichen Tourneen zu Festivals im In- und Ausland und wirkte u.a. als Puppen- und Schauspielerin in verschiedenen Produktionen mit.

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