Freitag,
5. Dezember 2008 |
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19.30 Uhr Kultur-Casino Bern, Grosser Saal |
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Franco Trinca
Leitung |
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Ursula Trinca-Rytz Sopran |
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Ingrid Alexandre Mezzosopran |
Oscar Roa
Tenor |
Michele Govi
Bariton |
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Christoph Willibald Gluck
(1714–1787) |
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Szenen aus der Oper Orfeo ed Euridice
Ouvertüre
Chöre und Rezitativ aus 1. Akt
Tänze, Chöre und Arien aus 2. Akt Szene I |
Ludwig van Beethoven
(1770–1827) |
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Ausschnitte aus Die Geschöpfe des Prometheus
op. 43
Ouvertüre und Introduktion
Nummern 8, 14, 15 und 16 |
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*** |
Christoph Willibald Gluck
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Szenen aus der Oper Orfeo ed Euridice
Reigen seliger Geister,
Chöre und Rezitativ aus 2. Akt Szene II |
Wolfgang Amadeus Mozart
(1756–1791) |
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Missa solemnis C-Dur, KV 337
Kyrie
Gloria
Credo
Sanctus
Benedictus
Agnus Dei |
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In Zusammenarbeit mit dem Amadeus Chor Bern |
Dieses Konzert wird unterstützt durch die  Burgergemeinde Bern |
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Das Festkonzert: ein Reigen aus klassischer Opern-, Ballett- und geistlicher Musik. Orchesterklänge vermählen sich mit Chor- und Solostimmen unter dem Kronleuchter des Grossen Casino-Saales zu einem farbigen, aber auch besinnlichen musikalischen Fest.
Als sich Christoph Willibald Gluck entschied, den faszinierenden Stoff der Orpheus-Sage zu vertonen, hatte er ein grosses Ziel: Die Opernkonventionen seiner Zeit sollten erneuert werden. Die Musik, die Gesänge und die Handlung sollten wieder schlicht werden, wahr und natürlich; urmenschliche Gefühle sollten im Vordergrund stehen. Gefühle zum Beispiel, wie von Orfeo. Dieser klagt und weint am Grab seiner geliebten Euridice. Da erscheint Amor, der Liebesgott, mit der Botschaft der Götter, Orfeo könne selbst in die Unterwelt hinabsteigen und Euridice zurückholen. Aber er dürfe sie dabei nicht anschauen oder ansprechen, solange sie sich noch im Schattenreich befänden. Und tatsächlich: Orfeo lässt sich nicht beirren von den wilden Furien und besänftigt den Chor der Schatten durch seinen liebesklagenden Gesang. Da öffnet sich ihm das Reich der seligen Geister, er kann seine Euridice an der Hand nehmen, um mit ihr zur Welt der Menschen zurückzukehren…
Auch Ludwig van Beethoven griff für sein Ballett Die Geschöpfe des Prometheus auf einen Stoff aus der griechischen Mythologie zurück. Die Figur des Prometheus, des energiegeladenen Lichtbringers, war zu Beginn des 19. Jahrhunderts von grosser Aktualität. Er wurde zu einem Idol der Aufklärung und des Idealismus. In dieser allgemeinen Prometheus-Begeisterung fiel es Beethoven leicht, einen Auftrag zur Zusammenarbeit mit einem italienischen Choreografen anzunehmen und ein Ballett zu komponieren – eine Gattung, die er bisher vernachlässigt hatte.
Die Missa solemnis in C-Dur ist die letzte Messe, die Wolfgang Amadeus Mozart noch vollendet hat. Sie ist relativ kurz, aber für eine grosse, festliche Orchesterbesetzung komponiert: je zwei Oboen, Fagotte, Trompeten sowie drei Posaunen, Orgel und Streicher verlangt Mozarts Partitur neben Chor und Solisten. Ein intimes, weich wiegendes Kyrie, ein festliches Gloria, ein ungestüm beginnendes Credo, ein kräftiges und würdiges Sanctus – und dann das Benedictus, komponiert als eine ernste Chorfuge. Mozart zeigt sein Können auf wahrhaft festliche Art!

FRANCO TRINCA
Franco Trinca, geboren und aufgewachsen in Rom, schloss seine Studien in Dirigieren, Komposition, Klavier, Choralmusik und Chorleitung am Konservatorium «S. Cecilia» in Rom ab. Zu seiner weiteren Ausbildung gehörten Dirigiermeisterklassen bei Guennadi Rozhdestvensky sowie bei Donato Renzetti. Während seiner Ausbildung war er bei RAI als Chorleiter und Korrepetitor verpflichtet. 1989 war er Preisträger des Dirigentenwettbewerbs «Carlo Zecchi». Er dirigierte unter anderem folgende Orchester: Orchestra Sinfonica di Bari, Orchestra Filarmonica di Genova, Orchestra Sinfonica di Sanremo, Symphonieorchester Budapest, Symphonieorchester Luzern, Orchestre de Chambre de Genève.
Heute wirkt Franco Trinca als musikalischer Leiter am Theater Biel Solothurn und als Dozent am Schweizer Opernstudio an der Hochschule der Künste Bern. Zudem ist er musikalischer Leiter des Amadeus Chores Bern und der Genfer Kammeroper und betätigt sich auch als Komponist.

URSULA TRINCA-RYTZ
Die Bernerin Ursula Trinca-Rytz studierte zuerst in Wien bei Kammersängerin Ruthilde Boesch, danach in München bei Kammersängerin Reri Grist. An der Musikhochschule München schloss sie ihr Studium mit dem Meisterklassendiplom ab. Als lyrischer Koloratursopran erhielt sie daraufhin Engagements an verschiedenen Theatern im In- und Ausland. Zur Zeit widmet sich Ursula Trinca-Rytz vor allem dem Lied- und Oratoriengesang. Ihr Repertoire umfasst Werke aus der alten bis zur zeitgenössischen Musik. Eine spezielle Liebe verbindet sie aber immer wieder mit der Musik von Mozart, Händel und Haydn. Für DRS 2 sang sie mit dem Zürcher Kammerorchester unter der Leitung von Howard Griffiths Haydns Theresienmesse.

INDGRID ALEXANDRE
Ingrid Alexandre studierte an der HMT Zürich bei Lena Hauser sowie am Opernstudio Biel und absolvierte Meisterkurse, etwa bei Christoph Prégardien und Brigitte Balleys. Sie ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, u.a. des Concours musica antiqua Bruges 2005 oder des Eliette von Karajan Fonds 2006. Bereits als Studentin konnte sie in verschiedenen Opernproduktionen auftreten, so z.B. als Sesto in Händels Giulio Cesare. Nach Ende ihres Studiums wurde sie am Stadttheater Biel engagiert, wo sie u.a. Annio in Mozarts La Clemenza di Tito, und Medoro in Händels Orlando sang. Als Preisträgerin des Concours International Féminin de musique du Lyceum Club gab sie mehrere Liederabende in St. Gallen, Basel, Biel und Neuchâtel.

OSCAR ROA
In Mexiko geboren, studierte Oscar Roa an der Escuela Superior de Musica del INBA bei Maritza Alemàn sowie Ricardo Sânchez und besuchte Meisterklassen bei Tito Capobianco und Francisco Araiza. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, z.B. 2003 am Carlo Morelli Gesangswettbewerb, 2004 FONCA Stipendium sowie 2005 am Internationalen Gesangswettbewerb Francisco Vinas in Barcelona, wo er den Mozart-Spezialpreis erhielt. 2004/05 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich. Sein Bühnendebut gab er als Ernesto (Don Pasquale) am Theater of the Arts in Mexiko. Weitere Rollen sind u.a. Arturo (Lucia di Lammermoor), Alfredo (La Traviata) und Conte Almaviva (Il Barbiere di Sivilgia).

MICHELE GOVI
Michele Govi stammt aus Bari und studierte am dortigen Conservatorio N. Piccinni. Er war Gewinner des Mercadante- und des Cilea-Wettbewerbes und wurde 1992 mit dem Ricciarelli Preis ausgezeichnet, was ihm erlaubte, seine Studien bei Gianni Raimondi, Paolo Washington, Ugo Benelli, Nicolaj Ghiuselev, Paolo Montarsolo und Beppe Menegatti fortzusetzen. Zu seinem Repertoire gehören die wichtigen Baritonpartien aus den Opern Rossinis, Donizettis, Mozarts, Verdis und Puccinis. Er trat in zahlreichen Theatern in Italien, Frankreich, der Schweiz, Portugal, Österreich und Japan auf. Im Sommer 2008 singt er den Figaro (Il Barbiere di Siviglia) am Festival Lirico della Toscana in Florenz.
AMADEUS CHOR BERN
Der Amadeus Chor Bern möchte die Musikkultur Berns bereichern mit der Aufführung von Werken ausserhalb des Gewohnten, mit zu Unrecht vernachlässigten Meisterwerken der Chorliteratur und mit Erstaufführungen zeitgenössischer Chormusik. Sein Repertoire reicht deshalb von der Kirchenmusik der Renaissance bis zu Werken junger Komponisten. Nebst der Werkwahl, die nach intensivem Gedankenaustausch zwischen Chorleitung und Chor getroffen wird, liegt dem Chor eine zeitgetreue, mit Geist und Leben erfüllte Interpretation besonders am Herzen. Der Amadeus Chor Bern möchte seine Zuhörerinnen und Zuhörer nicht nur erreichen, sondern berühren.

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