FESTKONZERT

Freitag,
14. Dezember 2007

19.30 Uhr Kultur-Casino Bern, Grosser Saal

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Sergei Nakariakov
Trompete, Flügelhorn
Johannes Schlaefli
Leitung
Nathan Brock
Gastdirigent

Wolfgang Amadeus Mozart
(1756–1791)

Sinfonie Nr. 35 D-Dur („Haffner“) KV 385
Allegro con spirito
(Andante)
Menuetto - Trio
Finale. Presto

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
(1840–1893)

Rokoko-Variationen
Preghiera und Variationen aus Mozartiana
  ***

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky

Preghiera und Variationen aus Mozartiana,
Suite Nr. 4 G-Dur

Gioacchino Rossini
(1792–1868)

Ouverture zu La Cenerentola
Dirigent: Nathan Brock, Gewinner des BKO-Nachwuchsdirigenten-Wettbewerbs 2007.

Jean-Baptiste Arban
(1825–1889)

Variationen über ein Thema von Bellini

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Das Festkonzert 2007 – ein sprühender, funkelnder Konzertabend, zu dem das BKO erneut den virtuosen und charismatischen Trompeter Sergei Nakariakov eingeladen hat.

Den Auftakt macht eine Festmusik von Wolfgang Amadeus Mozart: die Haffner-Sinfonie. Mozart schrieb sie im Auftrag der Salzburger Kaufmannsfamilie Haffner. Deren Sohn wurde im Sommer 1782 in den Adelsstand erhoben, und man wünschte, dies auch mit musikalischer Umrahmung gebührend zu feiern. Mozart war mit Arbeit eingedeckt und kam in Zeitnot, vertröstete die Auftraggeber mit den Worten „ich mag nichts hinschmiren“, scheint aber schliesslich vom zeitlichen Druck stimuliert worden zu sein. Prägnante Anfangstakte eröffnen die originelle Sinfonie, zu der Mozart in seiner Korrespondenz auch aufführungspraktische Hinweise lieferte: das Allegro müsse „recht feüerig gehen“ und der Schlusssatz „so geschwind als es möglich ist“.

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky war ein glühender Verehrer Mozarts. Für seine Rokoko-Variationen liess er sich von der mozartschen Tonsprache inspirieren und spielte mit einem Thema, das historisch anmutet, aber eine Eigenschöpfung von Tschaikowsky ist. Er schrieb das Werk für den deutschen Cellovirtuosen Fitzenhagen – Sergei Nakariakov spielt es auf dem Flügelhorn.
In seiner vierten Suite für Orchester, der sogenannten Mozartiana, hat Tschaikowsky kleine Spätstücke von Mozart bearbeitet und dabei deutlich romantische Elemente einfliessen lassen. Für die Preghiera wählte er das Ave Verum, für den Schlusssatz Mozarts Variationen über das Thema „Unser dummer Pöbel meint“ aus der komischen Oper Die Pilger von Mekka von Christoph Willibald Gluck.

Aus dem Märchenstoff des Aschenbrödel hat Gioacchino Rossini eine der lebendigsten italienischen Buffa-Opern geschaffen. La Cenerentola ist mit skurrilem musikalischem Humor und kompositorischen Pointen gewürzt. Die Ouvertüre bildet den Einstieg in dieses Musiktheater aus dem Geist des Märchens und des Belcanto.

Opernmelodien inspirierten Jean-Baptiste Arban ebenso wie Militärkapellen. Der französische Komponist des 19. Jahrhunderts war ein brillanter Kornettist, unterrichtete sein Instrument am Pariser Konservatorium und verfasste ein weltweit berühmt gewordenes Unterrichtswerk. Daneben schrieb er Paradestücke, oft über Opernarien, die dem Solisten grosse Virtuosität abverlangen.

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SERGEI NAKARIOV

fotoDer 1977 in Russland geborene Trompeter Sergei Nakariakov hat schon einige vermeintliche Grenzen seines Instrumentes durchbrochen. Als Zwölfjähriger wurde er von der Presse bereits „Paganini der Trompete“ und später auch „Caruso der Trompete“ genannt. Seine aussergewöhnlichen technischen und musikalischen Fähigkeiten erlernte Sergei Nakariakov von seinem Vater Mikhail, und innert kürzester Zeit meisterte er das schwerste Repertoire, das die Literatur bereithält. Seither dehnt er sein persönliches Repertoire kontinuierlich auf weitere Gebiete aus, einschliesslich vieler faszinierender Transkriptionen, wobei er immer auch nach neuen Mitteln für den musikalischen Ausdruck sucht. Zudem führte er das Flügelhorn auf der klassischen Konzertbühne ein und eröffnete damit eine neue Seite in der Trompetenkunst.
Sergei Nakariakov debütierte 1991 an den Salzburger Festspielen und wurde 1992 beim Schleswig-Holsteiner Musikfestival mit dem „Prix Davidoff“ ausgezeichnet. Seitdem konzertiert er in vielen führenden Hochburgen der Musik und mit weltweit gefeierten Musikern, Orchestern und Dirigenten. Jedes Jahr führt ihn eine Tournee für mehrere Wochen nach Japan, und daneben tritt er zunehmend als Gastsolist in den USA und Kanada auf.
Im Jahr 2002 wurde Sergei Nakariakov von der Deutschen Phono-Akademie als „Instrumentalist des Jahres“ mit dem deutschen ECHO Klassik Preis im ZDF ausgezeichnet. Seine Diskografie enthält die bekanntesten Trompetenkonzerte als auch Rezital-Alben. Er spielt auf Instrumenten von Antoine Curtois, Paris.

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NACHWUCHSFÖRDERUNG

Das Berner Kammerorchester baut sein Engagement im Bereich der musikalischen Nachwuchsförderung aus und gibt in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Zürich am Festkonzert 2007 einem angehenden Orchesterleiter die Gelegenheit für ein Dirigat in festlichem Rahmen. Wie kommt es dazu? Der Chefdirigent des BKO, Johannes Schlaefli, hat als Professor für Orchesterleitung an der HMT Zürich Studierende der dortigen Dirigierklasse zu einem Workshop mit dem Berner Kammerorchester eingeladen. Im Rahmen der Vorbereitung auf ein Konzert der Saison 2006/07 führte das BKO mit Schuberts 5. Sinfonie einen öffentlichen Workshop verbunden mit einem Wettbewerb durch und kürte in der internen Ausscheidung Nathan Brock zum Gewinner. Dieser wird nun am Festkonzert 2007 die Ouvertüre zu Rossinis Cenerentola dirigieren.

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NATHAN BROCK

bildDer Kanadier Nathan Brock studiert Orchesterleitung bei Johannes Schlaefli an der Hochschule für Musik und Theater Zürich. Er hat bereits mit verschiedensten Orchestern in Europa, den USA, Mexiko und Kanada sowie mit bekannten DirigentInnen wie Michael Tilson Thomas, Marin Alsop oder Jorma Panula zusammengearbeitet. In den Sommermonaten 2005 und 2006 wurde er von David Zinman als Academy conducting fellow an die prestigeträchtige American Academy of Conducting am Aspen Music Festival gewählt. 2006 war er Finalist beim internationalen Dirigierwettbewerb von Cadaques sowie Finalist für die Stelle als Assistenzdirigent von Michael Tilson Thomas bei der New World Symphony. Nathan Brock ist ausserdem Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Northern Lights Music Festival in Guadalajara, Mexiko.

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