Berner Kammerorchester
FESTKONZERT
Donnerstag, |
19.30 Uhr, Kultur-Casino Bern, Grosser Saal |
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| Johannes Schlaefli | Leitung | |||||||
| Anne-Florence Marbot | Sopran | |||||||
| Chor der Ehemaligen Gymnasium Neufeld | Einstudierung: Christoph Marti / Bruno Späti |
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| Georg Friedrich Händel (1685–1759) | Suite aus der Wassermusik Aus den Oratorien Joshua und Samson: Arie „Oh, had I Jubals lyre“ Chor „Awake the trumpet’s lofty sound“ Chor „Oh first created beam” Arie „Let the bright seraphim” Schlusschor „Let their celestial concerts all unite” |
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| Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) |
Motette Exsultate, jubilate | |||||||
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| Wolfgang Amadeus Mozart | Aus der Oper Le Nozze di Figaro: Ouvertüre Arie der Susanna: „Giunse alfin“ Aus der Oper Idomeneo: Schlusschor 1. Akt: „Nettuno s’onori“ |
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| Felix Mendelssohn (1809–1847) | Aus der Sinfonie Nr. 4, „Italienische“: Andante con moto Saltarello. Presto |
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| Vincenzo Bellini (1801–1835) | Aus der Oper La sonnambula: Schlussszene für Sopran, Chor und Orchester: „Ah! non credea mirarti“ und „Ah! Non giunge“ |
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Ab 1712 verbrachte Georg Friedrich Händel den grössten Teil seines Lebens in London. Hier schrieb er seine Wassermusik, die eigens für Bootsfahrten des englischen Königs Georg I. auf der Themse konzipiert war: Das Orchester fuhr auf Booten hinter der königlichen Barke her, und Georg I. war von der höfischen Freiluftmusik so angetan, dass er sie mehrfach wiederholen liess.
In London komponierte Händel aber auch einige seiner bedeutendsten Opern und war dabei lange Zeit äusserst erfolgreich. Später wandte er sich vermehrt und schliesslich ganz dem englischen Oratorium zu. Was er in dieser Gattung schuf, stellt den Höhepunkt des barocken Oratoriums überhaupt dar. Unmittelbar nach Abschluss des Messias begann er mit der Arbeit an Samson, und 1743 wurde dieses Werk im Covent Garden Theatre mit grossem Erfolg uraufgeführt.
Die Motette Exsultate, jubilate von Wolfgang Amadeus Mozart ist ein weiteres Dokument dafür, dass eine strenge Stilunterscheidung zwischen weltlicher und geistlicher Musik zu jener Zeit nicht existierte. In dem eigentlich für die Messe gedachten Werk finden sich Einflüsse der Oper, und formal wirkt es, insbesondere im abschliessenden, hochvirtuosen „Alleluja“, wie das Finale eines Instrumentalkonzertes.
Mit der Oper Le nozze di Figaro erreichte Mozart einen Höhepunkt seines Schaffens. Auf der Grundlage des Librettos von Lorenzo da Ponte gelangen ihm hier musikalisch einerseits subtile psychologische Persönlichkeitszeichnungen, andererseits eine raffinierte dramatische Gestaltung. Fünf Jahre zuvor hatte er mit Idomeneo eine grosse, vielschichtige Choroper geschrieben.
„Die italienische Symphonie macht grosse Fortschritte; es wird das lustigste Stück, das ich gemacht habe, namentlich das letzte,“ schrieb Felix Mendelssohn 1831 aus Italien. Der mit „Saltarello“ überschriebene vierte Satz dieser Sinfonie ist eine übermütig-elegante Stilisierung des temperamentvollen italienischen Springtanzes.
In seiner Oper La sonnambula rund um die Schlafwandlerin Amina in einem Schweizer Dorf brachte Vincenzo Bellini die weichen, elegischen und volkstümlichen Züge seines Stils zum Ausdruck. Die Partitur führt in einer grossen klangsinnlichen Steigerung auf die Schlussszene hin.
Anne-Florence Marbot wurde in Bern geboren und erhielt die erste musikalische Grundlage bei ihrer Mutter, einer Pianistin. Nach Abschluss des Lehrerseminars studierte sie an der Hochschule der Künste Bern bei Marianne Kohler Gesang. Sie war Mitglied des Schweizer Opernstudios, das sie mit Auszeichnung abschloss. Im Jahr 2004 erlangte sie zudem das Solistendiplom. Wichtige sängerische Impulse erhielt sie durch die Zusammenarbeit mit Prof. Dorothea Wirtz an der Staatlichen Musikhochschule Freiburg i.Br., bei Marga Schiml, Kristztina Laki, Barbara Schlick und Signora Rinaldi-Barcellesi.
Neben solistischer Konzerttätigkeit gab die junge Sopranistin 2002 ihr erfolgreiches Rollendebut als Zerlina (Don Giovanni) am Theater Biel Solothurn. Als festes Ensemblemitglied sang sie seither an diesem Theater Olympia, Antigone, Zaide, Stasi, Clorinda, Susanna, Julia, Giulietta, Briefchristl, Marie Tell und Servilia. Daneben war sie im Sommer 2003 als Blonde (Entführung aus dem Serail) an der Openair Oper Schloss Hallwyl sowie im Sommer 2005 als Susanna (Le Nozze di Figaro) am Classic Openair Solothurn und als Lady Harriet (Martha) an den Sommerspielen Selzach zu hören. 2005/06 sang sie Magnolia (Show Boat) am Stadttheater Bern, und für die Spielzeit 2006/07 wird sie festes Ensemblemitglied dieses Hauses.
Anne-Florence Marbot ist Preisträgerin der Kiefer-Hablitzel-Stiftung, des Schweizerischen Tonkünstlervereins, der Fondation Colette Mosetti sowie des Migros Stipendienwettbewerbes der Ernst-Göhner-Stiftung.
Seit seiner Gründung im Sommer 2004 widmet sich der zirka 60-köpfige Chor der Ehemaligen Gymnasium Neufeld der Aufführung von selten gesungenen Werken auf hohem musikalischen Niveau. Er soll damit das musikalische Leben der Region Bern mit ambitionierten und originellen Konzerten ergänzen.